Tumpel: Mehr Studienplätze an Österreichs Fachhochschulen!

Wien (AK) - "Der Fachhochschulsektor muss ausgebaut werden", fordert AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich des heutigen Symposiums "Durchlässigkeit an Österreichs Fachhochschulen". Der neue Fachhochschul-Entwicklungsplan der Regierung für die Jahre 2005 bis 2010 muss ambitioniertere Ziele setzen, um mehr Studierenden den Beginn und Abschluss eines Fachhochschulstudium zu ermöglichen. "Denn unsere Jugend braucht bessere Chancen, um den Anforderungen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes gerecht werden zu können", so Tumpel. Derzeit stehen für rund 17.000 BewerberInnen nur 7000 AnfängerInnenstudienplätze an den Fachhochschulen zur Verfügung, die 30 Prozent Studierenden in Studiengängen für Berufstätige steigen seit einigen Jahren nicht nur nicht mehr an, sondern gehen sogar zurück. Tumpel fordert 10.000 AnfgängerInnen-Studienplätze an Fachhochschulen bis zum Jahr 2010.

"Der Fachhochschul-Sektor soll sich zu einem starken Bereich in der österreichischen Hochschullandschaft entwickeln", fordert Tumpel. Dazu müssen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

+ Bis 2010 sollen 10.000 Studienplätze für AnfängerInnen im Fachhochschul-Bereich zur Verfügung stehen. Das sind anstelle der von Ministerin Gehrer angekündigten 300 jährlich neuen Plätze doppelt soviele. Damit würden die Fachhochschul-AnfängerInnen ein Viertel der GesamtanfängerInnen im österreichischen Hochschulsystem ausmachen.

+ Besonders gefördert müssen Plätze für Berufstätige werden. Die jetzt knapp 30 Prozent Berufstätigen unter den Studierenden sollen auf 35-40 Prozent angehoben werden.

+ Weiters muss mehr für Studierende ohne traditionellen Zugang getan werden. Dazu muss der Anteil der Studierenden mit Berufsreifeprüfung oder mit beruflicher Qualifikation auf mindestens 15 Prozent erhöht werden (derzeit unter 10 Prozent).

+ Bei der Einführung eines neuen Studiensystems muss der Zugang zu den aufbauenden Magisterstudien gesichert sein und zwar ohne neuerliche Aufnahmsprüfung.

+ Schließlich müssen auch die medizinisch-technischen Akademien mit ihren 3000 Studierenden auf Fachhochschul-Niveau angehoben werden.

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