Girl`s Day 2004 wurde von 1000 Schülerinnen gestürmt

LR Schaunig-Kandut eröffnete Beruforientierungsmesse für Mädchen - Diese sollen ermutigt werden, auch untypische Berufe zu ergreifen

Klagenfurt (LPD) - Auf dem Klagenfurter Messegelände wurde heute, Donnerstag, die Berufsorientierungsmesse für Mädchen (BOMM) mit dem Girls Day 2004 eröffnet. Rund 1000 Schülerinnen nutzten die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren.

"Mit der BOMM wollen wir einen wichtigen Schritt setzen, dass sich die traditionellen Geschlechterrollen nachhaltig verändern", erklärte Landesrätin Gaby Schaunig-Kandut bei der Eröffnung. Auf dem Messegelände wurden nämlich heute für Mädchen untypische Berufe, etwa in technischen Sparten, vorgestellt. Die Mär, dass Männer technisch begabter als Frauen seien, will die BOMM ebenfalls widerlegen. "Es liegt oft nur an den anerzogenen Geschlechterrollen, dass Mädchen weniger oft technische Berufe ergreifen", nennt Schaunig einen weiteren Grund für den Girl’s Day, der heute zum zweiten Mal in Kärnten abgehalten wurde. Er soll Mädchen auch ermutigen, einen für Frauen eher untypischen Beruf zu ergreifen.

"Dieser Tag gehört ganz alleine den Mädchen", hob die Frauenbeauftragte des Landes Kärnten, Helga Grafschafter, eine weitere Idee des Girl’s Day 2004 hervor. Jungs werden Mechaniker, Mädchen Friseurinnen. Diese Klischees gelte es zu durchbrechen. Allen Mädchen werden im Rahmen der Messe sogenannte "atypische" Berufe vorgestellt. Grafschafter: "Warum soll nicht mal ein Mädel mit dem Schraubenschlüssel an einem Auto werkeln."

."Wir informieren die Schülerinnen nicht nur, sie können im Rahmen der BOMM auch mit allerhand technischen Geräten experimentieren", berichtete Grafschafter weiter. Bei rund 20 Infocornern und Workshops konnten sich die Mädels die auf sie zugeschnittenen Infos holen. Die weiteste Anreise hatte das Frauentechnikzentrum Erfurt, das mit seinen Robotic Girls die Aufmerksamkeit auf sich zog. Daneben gab es ausführliche Berufsinformation von Arbeitsmarktservice (AMS), Wirtschaftsförderungsinstitut (WIIFI) und der Industriellenvereinigung (IV) sowie verschiedenen Schulen und Institutionen. Um den gemischten Schulklassen einen einfacheren Zugang zur BOMM zu geben, wurde in diesem Jahr ein eigener Bereich nur für Burschen eingerichtet. Dort wurden Infos über unübliche Berufe für Burschen wie beispielsweise Kindergärtner oder Hausmann, direkt an den "Mann" gebracht.

Übertroffen wurden auch die Erwartungen der VeranstalterInnen. Schaunig-Kanduth:. "Im Vorjahr waren es noch 200, heuer sind es bereits 1000 BesucherInnen." Laut Schaunig-Kandut soll im nächsten Jahr die Berufsorientierungsmesse weiter ausgebaut werden. "Wir wollen die Unternehmen mehr einbinden und mit ins Boot holen", blickt die Landesrätin bereits in die Zukunft.
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