Prammer und Dohnal unterstützen Fischer als besten Kandidaten

Wien (SK) "Wir brauchen jemanden in der Hofburg, der nicht
bloß Lippenbekenntnisse abgibt und vielleicht nach einer Woche schon die Frauen vergessen hat", bekräftigte am Donnerstag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Johanna Dohnal und vielen Frauen aus diversen Unterstützungsinitiativen ihre Präferenz für Heinz Fischer. Barbara Prammer erklärte, es gelte Glaubwürdigkeit in der Politik mitzubringen, dieser Anspruch werde von Heinz Fischer erfüllt. Von Prammer und Dohnal wurde unisono kritisiert, dass Ferrero-Waldner sich nie für Frauenangelegenheiten eingesetzt habe und nun die Solidarität der Frauen einfordere. Im Gegensatz dazu habe Heinz Fischer seit den 70er Jahren viel dazu beigetragen, dass wesentliche Gesetze zur Gleichstellung der Frauen und Verbesserung ihrer Chancen umgesetzt werden. ****

Per Video hob Fischer - der sich zurzeit in einem Zug auf Wahlkampftour befindet - einige dieser frauenpolitischen Errungenschaften, an denen er mitwirken konnte, hervor. Die Familienrechtsreform, die Erhöhung der Witwenpension und die Fristenregelung gehören dazu, aber auch die Frauenförderprogramme, die er in seiner Tätigkeit als Wissenschaftsminister umgesetzt hat, sprechen für Fischers Glaubwürdigkeit. Fischer meinte, er habe "immer mit starken Frauen gerne und gut" zusammengearbeitet und betonte seine Freude über die Unterstützung der drei ehemaligen Kandidatinnen für das Bundespräsidentenamt Freda Meissner-Blau, Heide Schmidt und Getraud Knoll.

"Manche Medien wollen uns weismachen, dass diese Wahl eine Damenwahl ist", meinte Dohnal. "Das finde ich super! Denn die meisten Frauen wählen Frauen und nicht Damen. Und aus der Tanzschule weiß ich, dass Damenwahl heißt, dass man sich einen Mann aussuchen kann", begann Dohnal launig ihr Statement.

Dohnal kritisierte Ferrero-Waldner als jemanden, der "Zeit seines Lebens keinen Finger gerührt hat" für die Frauen. Nach ihren Erfahrungen in der Frauenpolitik habe es "nie Unterstützung von den schwarzen Schwestern der Frau Ferrero-Waldner gegeben". Im Gegenteil:
Die Frauen der ÖVP hätten sich immer von den Feministinnen abgegrenzt, "schon gar von den 'grauslichen' Emanzen, wie ich eine bin", betonte Dohnal. Bei den großen Reformen, die für Frauen umgesetzt werden konnten, gab es demgemäß auch keine Unterstützung von dieser Seite, wohl aber vom SPÖ-Kandidaten. "Heinz Fischer war hierbei ein großer Verbündeter", zollte Dohnal Fischer Respekt.

Dohnal deponierte abschließend, sie halte es für unerträglich, dass neben dem schwarzen Bundeskanzler eine schwarze Bundespräsidentin in der Hofburg sitzen soll.

Prammer betonte, dass in der Zielgeraden vor der Wahl in den Bundesländern die Frauen-Initiativen für Fischer in den Mittelpunkt gerückt werden. Die SPÖ-Frauen werden "die wenigen Stunden bis zum Sonntag" nützen, um noch möglichst viele Frauen davon zu überzeugen, am Sonntag Heinz Fischer zu wählen. Abschließend lud Prammer alle Anwesenden und alle Frauen in den Initiativen ein, am 8. Juli zum Ballhausplatz zu kommen, um den Einzug Fischers in die Hofburg mitzufeiern. (Schluss) up

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