ÖAMTC AKADEMIE: Panikmache durch zunehmenden Wirtschaftsverkehr ist fehl am Platz

Prognostizierte Horrorszenarien nützen nicht

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Zahlen rund um den wachsenden Wirtschaftsverkehr bedürfen einer Relativierung. Im Zuge der EU-Osterweiterung ist mit einer einmaligen Zunahme beim Straßengüterverkehr um 15 Prozent zu rechnen. Die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate im grenzüberschreitenden Güterverkehr entsprecht laut ÖAMTC-Verkehrsexperten nur rund 5 Prozent. "Panikmache ist beim Lkw-Güterverkehr fehl am Platz", sagt die Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE Christine Zach. Sie verwehrt sich gegen den fahrlässigen Umfang mit statistischem Zahlenmaterial.

Aufgrund von Verkehrszählungen des Verkehrsministeriums werden auf den Straßen im hochrangigen Netz jährlich etwa 2,6 Millionen Lkw-Fahrten durchgeführt. Derzeit betreffen 70 Prozent des Straßengüterverkehrs im innerösterreichischen Netz den Quell- und Zielverkehr. Das entspricht einer durchschnittlich zurück gelegten Distanz von 63 Kilometern. Dieser Verkehr kann im wesentlichen nicht auf die Schiene verlagert werden. Die Entwicklung des Straßengüterverkehrs verlangsamt sich gegenüber den 90er Jahren. In den Jahren 1995 bis 1999 gab es eine Steigerung des Straßengüterverkehrs von 4,6 Prozent. Heute wird eine jährliche Steigerung von durchschnittlich 2,4 Prozent festgestellt.

Die Zusammenfassung der Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE lautet deshalb:
Prognostizierte Horrorszenarien nützen nicht, viel mehr ist ein konstruktiver Umgang mit der Thematik des wachsendenden Wirtschaftsverkehrs gefragt, wie zum Beispiel

  • ein gut ausgebautes, hochrangiges Straßennetz
  • logistische Effizienzsteigerung
  • Intermodalität also das Zusammenspiel von Straße, Schiene und Wasser
  • unter Einsatz moderner und umweltschonender Technologien.

"Außerdem muss klar sein, wofür der Güterverkehr auf der Straße dient. Ein Ansatz zur Reduktion der gefahrenen Lkw-Kilometer könnte in der intelligenten Bildung von Wirtschaftsclustern liegen. Denn in den Industrieländern werden jährlich durchschnittlich knapp 50 Tonnen Fracht pro Bürger transportiert. Für den unmittelbaren Lebensbedarf wären aber nur rund fünf Tonnen notwendig, die Differenz ergibt sich aus der arbeitsteiligen Produktion.

(Schluss)
ÖAMTC-AKADEMIE-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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