Buch "Frauenleben. SOS-Kinderdorf-Mütter aus aller Welt erzählen"

Ullmann, Elisabeth / Demuth, Karin / Brandl, Astrid; Fotos: Fred Einkemmer, ISBN 3-9500984-2-9, Innsbruck, 200;240 Seiten, geb., Euro 29.-

Wien (OTS) - Fünfzehn Frauen aus vier Kontinenten gewähren der Leserin und dem Leser Einblick in ihre Lebensgeschichte. Ihnen ist eines gemeinsam: Sie haben den Beruf der SOS-Kinderdorf-Mutter gewählt. Welchen persönlichen Hintergrund bringen diese Frauen mit? Welches sind ihre Motive für die Berufswahl? Wie gestalten sie ihren Alltag im SOS-Kinderdorf? Welche Ziele haben sie für die ihnen anvertrauten Kinder? Wie sehen ihre persönlichen Ziele und Träume aus? In den vorliegenden Portraits erzählen Subashini aus Indien, Marie aus Ruanda, Waltraud aus Österreich und 13 ihrer Kolleginnen aus ihrem Leben und geben Antworten auf diese und weitere Fragen.

"Yves, Florance und David sahen, wie ihr Vater am Viktoria-See umgebracht wurde, und waren völlig traumatisiert. Ich nahm sie mit zu mir nach Hause und zeigte ihnen, wo ich mit meinem Mann gelebt hatte. Ich sagte ihnen: "Hier lebten wir. Dies ist ein Foto meines Mannes, und dort liegt er begraben. Was ihr gerade durchmacht, habe ich auch durchgemacht." Damit wollte ich ihnen sagen: "Ihr seid nicht alleine. Uns geht es allen so.’ Das half ihnen bei der Bewältigung ihres Traumas." (Marie, SOS-Kinderdorf-Mutter in Ruanda)

Die Berufsgruppe der SOS-Kinderdorf-Mütter ist mit vielen Klischees bedacht, viel wurde über sie geschrieben. Im Buch "Frauenleben" kommen sie selbst zu Wort und erzählen in Interviews ihre Lebensgeschichte. Um ein ganzheitlicheres Bild vom Leben einer SOS-Kinderdorf-Mutter zu gestalten, begleitete der Fotograf Fred Einkemmer das Projekt und dokumentierte in vielen Fotos den Alltag der Frauen. Als zusätzliche Datenquelle fungieren persönliche Tagebücher der Autorinnen über ihre Beobachtungen, Eindrücke und Emotionen, aus denen auszugsweise zitiert wird.

Jede der Frauen besticht in ihrer Einzigartigkeit - sei es die "traditionelle" SOS-Kinderdorf-Mutter, die sich vor allem über die Mutterrolle definiert, sei es die "moderne" SOS-Kinderdorf-Mutter, für die ein pädagogisch-professionelles Selbstverständnis und mütterliche Gefühle für die ihr anvertrauten Kinder keinen Widerspruch darstellen.

Herausgegeben von der SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie, dem internationalen pädagogischen Zentrum von SOS-Kinderdorf in Innsbruck.

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