Glawischnig zu Ökostrom: IV, WKÖ, AK stehen auf Zukunftsbremse

Arbeitsplätze und Zukunftschancen werden gefährdet

Wien (OTS) - "Die Ökostrom-Vorschläge der Sozialpartner sind keine ‚Reform’ sondern die gezielte Zerschlagung des einzig sinnvollen, ökologischen und wirtschaftlichen Zukunftsweges", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen die heutigen Aussagen von IV, WKÖ und AK. "Eine Kostenbremse für Ökostrom ist eine Zukunftsbremse. Sie verbaut vielen Unternehmen ausgezeichnete Chancen im weltweit boomenden Markt der Alternativenergien, gefährdet mittelfristig 10.000 Arbeitsplätze und wäre der Abschied vom Klimaschutz", so Glawischnig. Besonders bedauerlich ist laut Glawischnig die Haltung der Arbeiterkammer, die nun offensichtlich auf den umwelt- und arbeitnehmerInnen-feindlichen Kurs von Bartenstein und IV schwenkt. Die angeblich hohe Kostenbelastung für StromkonsumentInnen sei aus der Luft gegriffen. "Wer gegen Ökostrom auftritt, tritt für Kohle, Öl und Atom ein, deren horrende Folgekosten letztlich auf die KonsumentInnen abgewälzt würden," so Glawischnig weiter.

Massive Kritik übt Glawischnig erneut an BM Bartenstein, dem sie die bewusste Manipulation der Öffentlichkeit mit falschen Zahlen vorwirft. In einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten behauptet Bartenstein heute etwa, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung bereits bei 75% liege. "Das ist eine krasse Fehlinformation. Der Anteil lag im Jahr 1999 bei 72% und ist bis 2003 auf 57% gesunken", stellt Glawischnig richtig. Hauptursache für diese Negativtendenz sei der stark steigende Stromverbrauch (2003: +3,6%). "Wir brauchen daher nicht nur eine Korrektur der Ökostromziele nach oben, sondern auch massive Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz. Sonst wird Österreich das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung bis 2010 auf 78,1% zu steigern, glatt verfehlen", so Glawischnig. "Sowohl die Sozialpartner als auch die Bundesregierung bekennen sich zu diesem Ziel. Die geplante Ökostrombremse ist damit unvereinbar."

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