Kräuter/Gradwohl: Regierungsfraktionen verhindern neuerlich Fischler-Ladung

Interessen der Konsumenten werden mit Füßen getreten

Wien (SK) Da werden sich Österreichs Konsumenten freuen. ÖVP und FPÖ haben neuerlich mit einer ungeheuerlichen Ignoranz den österreichischen Verbrauchern gegenüber die Ladung von EU-Kommissar Franz Fischler Donnerstag im kleinen Untersuchungsausschuss verhindert. Dabei hätte sich dieser u.a. mit dem vertraulichen EU-Bericht über die Verwendung und Kontrolle von Pflanzenschutzmitteln beschäftigen sollen. In dem Bericht werden schwere Mängel aufgezeigt, es wird vor ernsthafter Gefährdung der Gesundheit gewarnt, so finden sich Pestizide auch in Babynahrung wieder. Für SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter und SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl ist das Vorgehen der Regierungsfraktionen im kleinen Untersuchungsausschuss daher nicht nur "unverständlich und unverantwortlich", sondern eine skandalöse Förderung von gesundheitsschädigenden Produktionsmethoden. ****

Die Regierungsfraktionen, so die beiden SPÖ-Mandatare, sträuben sich mit aller Kraft dagegen, dass in Österreich der Umgang mit Spritzmittel in der Landwirtschaft kontrolliert werde: "Dass die Zahl der bäuerlichen Betriebe, die alljährlich gegen Umweltauflagen verstoßen, je nach Bundesland inzwischen zwischen fünf und zehn Prozent liegen, ist ihnen egal."

Die SPÖ plädiert daher dafür, dass durch eine Befragung von EU-Landwirtschaftskommissar Fischler im kleinen Untersuchungsausschuss die Ergebnisse der EU-Überprüfung besprochen werden, um umgehend im Interesse der österreichischen KonsumentInnen alle notwendigen Maßnahmen durch die Minister Pröll und Rauch-Kallat zu setzen, um die ÖsterreicherInnen vor gesundheitsschädigenden Pestiziden in Lebensmittel und sogar Babynahrung zu schützen. (Schluss) ps/mm

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