Weninger: Humanitäre Spenden sollten steuerlich absetzbar sein

Hilfsorganisationen sind von der ÖVP enttäuscht

St. Pölten (SPI) - "Die SPÖ Niederösterreich unterstützt die Forderung der österreichischen Hilfsorganisationen nach steuerlicher Absetzbarkeit von humanitären Spenden", erklärt der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger. Dass von der ÖVP kein soziales Signal zu erwarten ist, macht betroffen, war aber zu erwarten. Die ÖVP hat längst kein soziales Gewissen mehr", so Weninger.****

Zahlreiche Hilfsorganisationen, darunter SOS-Kinderdorf, Licht ins Dunkel, Volkshilfe, Caritas und Rotes Kreuz, sind auf Spenden angewiesen. "Bei der Vorstellung der Initiative wurden ausreichende Fachargumente für die Absetzbarkeit gebracht. Laut einer IHS-Studie würde der Steuerentfall durch massive Wohlfahrtsgewinne eindeutig wettgemacht. Schließlich werden mit einem Großteil der Spenden Bauprojekte finanziert und der Sozialstaat entlastet. SOS-Kinderdorf rechnet damit, dass mit der Steigerung des Spendenvolumens durch die Absetzbarkeit zumindest 1 zusätzliches Kinderdorf pro Jahr errichtet werden könnte", so Weninger weiter.

Mit der steuerlichen Absetzbarkeit könnte laut IHS eine Steigerung des Spendenaufkommens von 2,5% bei Privatspenden und 8,5% bei Firmenspenden erzielt werden. In vielen Bereichen, wie z.B. der Hospizbetreuung, wird schon jetzt die Hauptlast der Betreuung von privaten Organisationen getragen. "Der Weg den Österreich mit dieser Ablehnung beschreiten würde, zeigt in eine dramatische Richtung. Unter der VPFP-Regierung hat man begonnen, sich von staatlicher Seite von Solidarität zu verabschieden und private Initiativen einzumahnen. Nun wird aber auch in letzter Konsequenz den privaten Trägern die Hilfe versagt. Viele, auch der ÖVP nahe stehende Organisationen, sind von der ablehnenden Haltung der Volkspartei zutiefst enttäuscht und tief betroffen. Kein Wunder", so Weninger, "denn die ÖVP ist, wie sie ist".
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