"Willkommen Österreich" goes East

Stargäste aus dem neuen Europa und Rainhard Fendrich

Wien (OTS) - Ungarn, Slowenien, Slowakei und Tschechien - das sind die unmittelbar an Österreich angrenzenden Länder, die mit 1. Mai 2004 u. a. der Europäischen Union beitreten. Der ORF widmet sich intensiv und trimedial dieser historischen Erweiterung: "Willkommen Österreich" begrüßt die Neuen in der Woche vor deren Beitritt auch auf künstlerische Weise: Von Montag, dem 26., bis Freitag, den 30. April 2004, jeweils ab 17.05 Uhr in ORF 2 sind Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur aus den Nachbarländern zu Gast. Auch die Sendung "Willkommen Europa" am Freitag, dem 30. April, um 20.15 Uhr in ORF 2 widmet sich vor allem den vier an Österreich angrenzenden Ländern und heißt zahlreiche Persönlichkeiten - aus den Bereichen Wissenschaft bis Kunst - willkommen.

"Willkommen Österreich": Von Montag, dem 26. April bis Freitag, dem 30. April, 17.05 Uhr

Von Tschechien bis Slowenien

Der tschechische Schriftsteller Pavel Kohout war schon lange vor der EU-Erweiterung ein Überschreiter der Grenzen. Er hat nicht nur in Prag und Wien einen Wohnsitz, er schreibt sowohl in Deutsch also auch in Tschechisch. Kürzlich erhielt der 75-jährige Dramatiker die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien. Mehr als 40 Theaterstücke - u. a. "August, August, August" - machten den Autor international bekannt. Vor zehn Jahren gründete er das "Prager Theaterfestival deutscher Sprache", das den Pragern die Elite deutschsprachiger Bühnenkunst frei Haus liefert. Er beehrt Martina Rupp und Karl Ploberger am Montag, dem 26. April.

Architekt Boris Podrecca wurde als Sohn eines Slowenen in Belgrad geboren - sein Vater war dort als Militärattaché stationiert. Aufgewachsen ist der Mann, der sieben Sprachen spricht, in Triest und Laibach. Der Geschäftstüchtige baut in allen EU-Nachbarländern. Sein neuestes Projekt ist der Euro-Pavillon in sieben grenznahen Bahnhöfen in Österreich und den Nachbarländern, wohin Künstler eingeladen werden, diese zu gestalten. "Willkommen Österreich" macht er am Dienstag, dem 27. April, seine Aufwartung.

Fendrich mit neuem Album

Mit "I am from Austria" komponierte Rainhard Fendrich vor Jahren die heimliche Hymne Österreichs. Am Mittwoch, dem 28. April, präsentiert er in der Vorabendsendung sein neues Album. Morgen, am Freitag, dem 23. April, präsentiert Fendrich exklusiv und live im "Ö3 Wecker" die Single "Soy tu vida" aus seinem jüngsten Album "aufLeben". Mit seinem neuen Liebeslied ist Fendrich auch am 29. April im ORF bei der Verleihung der "Amadeus Music Awards" (22.00 Uhr, ORF 2) zu Gast.

Von Grusa bis Rost: Willkommen in Österreich

Aus Tschechien kommt Jirí Grusa, seines Zeichens Journalist und Schriftsteller. 1979 erhielt er in Prag Berufsverbot und ging als tschechischer Botschafter nach der Wende zunächst nach Bonn, später nach Wien. Sein neues Buch ist eine "Gebrauchsanweisung für Tschechien und Prag" (erschienen im Piper Verlag). Heute lebt Grusa wieder in Prag. "The Prague Writers Festival" (vom 28. bis 30. April) ist Anlass für seinen Besuch in Wien und "Willkommen Österreich", am Donnerstag, dem 29. April. Außerdem steht eine Ehrung durch den Wiener Bürgermeister Häupl am Programm.

Am 30. April ist die ungarische Sopranistin Andrea Rost zu Gast bei Martina Rupp und Karl Ploberger. Die Absolventin des Budapester Konservatoriums erlangte ihren internationalen Ruhm an der Wiener Staatsoper. Hier sang sie zwischen 1991 und 1996 Susanna, Pamina, Zerlina, Adina, Gilda, Lucia und Violetta, was zu Engagements in London, Paris, Mailand, New York und bei den Salzburger Festspielen führte. Sie ist aber auch eine gefeierte Konzertsängerin, die auch Gastspiele in Japan gibt. In Wien ist sie bald wieder als Juliette in Gounods "Romeo et Juliette" zu sehen und zu hören. Für ihre Fans nimmt sie zurzeit eine Solo-CD mit Mozart Arien auf. Ebenso zu Gast am Tag vor der Erweiterung: die Original Oberkrainer.

"Willkommen Europa" - Thurnher und Pirchner begrüßen Karrieristen mit Wurzeln im Osten

Hochbetrieb im "Willkommen Österreich"-Studio am Freitag, dem 30. April: Nicht nur "Willkommen Österreich" um 17.05 Uhr steht ganz im Zeichen der EU-Erweiterung, sondern auch die Sendung "Willkommen Europa" am Freitag, dem 30. April, um 20.15 Uhr in ORF 2 widmet sich vor allem den vier an Österreich angrenzenden Ländern Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn, die ab 1. Mai zur EU gehören.

Ingrid Thurnher und Wolfram Pirchner führen durch die festliche und zugleich informative Sendung "Willkommen Europa". Live-Schaltungen zu Veranstaltungen in den vier Nachbarländern geben einen Einblick in die Dimension der EU-Erweiterung. Interviews - u. a. mit hochrangigen Politikern und Prominenten - und Filmbeiträge mit historischen Highlights verdeutlichen die Beziehungen Österreichs zu den Nachbarländern im Osten.

Im "Willkommen Europa"-Studio kommen Gäste aus der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Tschechien, die als Unternehmer, Künstler, Wissenschafter und Sportler etc. in Österreich Karriere gemacht haben, zu Wort:

Univ.-Prof. Dr. Vilmos Vecsei, 1942 in Sopron geboren, ist 1956 mit seinen Eltern und drei Geschwistern aus Ungarn geflüchtet. Sein Medizinstudium absolvierte er in Innsbruck, seit 1992 ist er Vorstand der Universitätsklinik für Unfallchirurgie an der Uni Wien und kann auf mehr als 400 wissenschaftliche Publikationen verweisen. Seit 2002 besitzt er das Ehrendoktorat der Uni Pecs, seit 2003 das der Uni Szeged.

Der Informatiker Jaroslav Liptak, geboren in Bratislava, lebt seit 1990 in Wien. Seit 2000 ist Liptak österreichischer Staatsbürger, hat aber bereits mit sieben Jahren Deutsch gelernt - schließlich kann man in Bratislava den ORF empfangen. Er lebt in mit seiner tschechischen Frau in Wien, die er, um sich "Papierkrieg zu ersparen", noch vor der Teilung der Tschechoslowakei geheiratet hat.

Marie Woodhams - ihr Mädchenname ist Pospischill - lebt in Wien und arbeitet als Reporterin für den tschechischen Rundfunk. Ihr englischer Ehemann ist bereits verstorben, ihre 30-jährige Tochter arbeitet in Wien als Sprachlehrerin für Tschechisch an der Diplomatischen Akademie. Woodhams' Sohn lebt in Mähren (Zlin) und hat ein eigenes Unternehmen.

Seka Tavcar (geboren 1946 in Ljubljana) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Laibach, Ausstellungen in der Schweiz, in Frankreich und Slowenien folgten. 1984 übersiedelte sie nach Klagenfurt. Nach der Scheidung 1991 arbeitete sie an einem Klagenfurter Gymnasium. Derzeit ist sie freischaffende Künstlerin mit internationalen Ausstellungen. Tavcar hat einen 28-jährigen Sohn.

Nähere Infos zum ORF-Programm zur EU-Erweiterung unter http://presse.ORF.at.

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