Die Wiener Festwochen im ORF

Eröffnung live vom Wiener Rathausplatz, zwei ORF-Dokus, 24 Konzerte in Ö1, laufende Berichterstattung in "Treffpunkt Kultur", Remix-Contest in FM4

Wien (OTS) - Es ist eine der großen jährlichen Attraktionen des Wiener Kulturlebens, die Anfang Mai Massen von Wienern und Touristen zum Wiener Rathausplatz zieht - und der Auftakt zu einem bunten Reigen Aufsehen erregender und publikumswirksamer Produktionen: die Eröffnung der Wiener Festwochen. Bis 20. Juni bieten die Wiener Festwochen den Kulturfreunden wieder ein umfangreiches und vielfältiges Programm. Und auch der ORF widmet sich in zahlreichen Programmpunkten diesem Wiener Kulturhighlight. Neben der Live-Übertragung der Eröffnung am 7. Mai zeigt der ORF am 20. Juni zwei Dokumentationen ("Mythos Moderne" und "Die Gedanken sind frei"). "Treffpunkt Kultur" sowie die aktuelle TV-Kulturberichterstattung des ORF widmen sich im Mai und Juni intensiv Produktionen und Ereignissen der Wiener Festwochen. Ö1 berichtet ebenfalls aktuell und präsentiert in den nächsten Wochen nicht weniger als 24 Festwochenkonzerte. Und in FM4 läuft zusätzlich zur aktuellen Berichterstattung über jugendrelevante Theater- und Musikaufführungen ein Festwochen-spezifischer Remix-Contest.

Freitag, 7. Mai, 21.20 Uhr, ORF 2
Eröffnung der Wiener Festwochen

Auch heuer lockt die Veranstaltung unter dem vitalen Motto "Endlich leben" wieder mit einer Vielzahl internationaler Künstler aller Genres. Der ORF zeigt die Eröffnung der Wiener Festwochen am Freitag, dem 7. Mai, um 21.20 Uhr live vom Wiener Rathausplatz in ORF 2. Bildregie führt Anton Reitzenstein. Die Festwochen haben in diesem Jahr für die Eröffnung den Volksschauspieler Karl Merkatz eingeladen. Er wird in Kommentaren dem Publikum die Philosophie eines Wiener Lebensgefühls vermitteln. Die weiteren Stars der Eröffnung: Genia Kühmeier - seit 2003 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper -, das Kammerorchester für Alte und Neue Musik "modern times", Nicole McCloude, "die neue Tina Turner mit der Stimme von Whitney Houston"; Jazzsängerin Anna Lauvergnac, Maté Kamerás - der "Tod" im Erfolgsmusical "Elisabeth" -, die deutsche Band Hellfire, das Wiener Sinfonie Orchester unter Johnny Bertl und viele andere mehr. "Endlich leben" ist ein Aufruf an alle Besucher und Zuseher, die Schönheit des einzelnen Augenblicks nicht vorbeiziehen zu lassen, sondern den unverwechselbaren Moment zu genießen. Mit musikalischen und visuellen Impressionen wird eine Geschichte erzählt, die mit einem Ende beginnt und mit einem Anfang endet.

Sonntag, 20. Juni, 9.30 Uhr, ORF 2
"Matinee am Sonntag: Mythos Moderne"

Die Dokumentation "Mythos Moderne" hat vorrangig die "Moderne in der Musik", ausgehend von der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart zum Thema. Den Anlass für diese Auseinandersetzung liefern die heurigen Wiener Festwochen mit dem Musikschwerpunkt "Mythos Moderne". Anhand ausgewählter Beispiele (Boulez, Webern, Schönberg, Uraufführung von J. Staud, Private Exile etc.) wird die unterschiedliche Auswirkung auf die Gesellschaft in verschiedenen Epochen mit filmischen Mitteln untersucht. Der Skandal, in früheren Jahren ständiger Begleiter der Moderne, scheint heutzutage anderswo und außerhalb der Kunst stattzufinden. Trotzdem steigt das allgemeine Interesse an Veranstaltungen mit moderner Musik und Kunst, wie die Besucher- und Auslastungszahlen belegen. Woran haben wir uns schon gewöhnt, was empfinden wir noch als neu? Antworten darauf geben unter anderem Pierre Boulez, Hans Landesmann, Johannes Maria Staud und Manfred Wagner. Gestalter der Dokumentation ist Herbert Eisenschenk.

Sonntag, 20. Juni, 23.30 Uhr, ORF 2
"Die Gedanken sind frei. Der Februar 1934 bei den Wiener Festwochen"

Das Gedenken an das österreichische Trauma 1934 hat die Republik heuer wie eine Eruption erfasst. Auch die Wiener Festwochen widmen den Bürgerkriegsereignissen vor siebzig Jahren einen umfassenden Programmschwerpunkt: Ausgehend von dramatischen Einzelschicksalen entstehen vier spannende theatralische Arbeiten. Unter anderem beleuchten die Festwochen das packende Schicksal des "roten Märtyrers" Koloman Wallisch, der als einer der ganz wenigen prominenten Linken in den Kampf eingriff und dafür am Strang starb. Eine andere Inszenierung erzählt von den Kindern gefallener oder verhafteter Schutzbündler, die nach Moskau verschickt wurden und dort zum Teil zwischen die Räder des Stalinismus kamen. Die TV-Dokumentation von Michael Bukowsky und Otto Schwarz führt umfassend in die Problematik von 1934 ein und begleitet die Entstehung der Festwochen-Inszenierungen. So entsteht ein kohärentes Bild, was Theatermacher von heute zu den schwarzen Februartagen von damals zu sagen haben.

Wiener Festwochen in Ö1

Neben aktuellen Berichten über die Wiener Festwochen in den Journalen, dem "Kulturjournal" (Mo. bis Fr., 16.30 Uhr, Ö1) und "Intrada" (Fr., 10.05 Uhr, Ö1), überträgt Österreich 1 von 8. Mai bis 20. Juni 24 Konzerte der Wiener Festwochen, beginnend mit dem Eröffnungskonzert am 8. Mai im Musikverein, das Ö1 zeitversetzt ab 19.30 Uhr sendet. Unter der Leitung von Mariss Jansons spielen die Wiener Philharmoniker Arnold Schönbergs "Gurre-Lieder". Weitere Mitwirkende sind u. a der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und der Wiener Kammerchor sowie die Solisten Luana DeVol, Waltraud Meier, Johan Botha, Kurt Azesberger und Thomas Quasthoff. Weitere Festwochen-Konzerthighlights, die Ö1 überträgt:
die Wiener Philharmoniker live aus dem Musikverein - am 20. Mai unter der Leitung von Riccardo Muti (Programm: Wolfgang Amadeus Mozart:
Symphonie D-Dur KV 385, "Haffner"; Carl Orff: "Carmina burana") und am 10. Juni unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt (Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur) sowie Lieder von Johannes Brahms, Franz Liszt, Richard Strauss, präsentiert von Thomas Hampson, Bariton, und Wolfram Rieger, Klavier. Alle Termine für Ö1-Übertragungen von den Wiener Festwochen 2004 sind im Internet unter http://oe1.ORF.at abrufbar.

Remix-Contest auf FM4

FM4 hat anlässlich der Wiener Festwochen einen Remix-Contest ausgeschrieben (Einsendeschluss ist der 1. Mai). Musikerinnen und Musiker sowie Bands sind dabei aufgefordert, aus den zur Verfügung gestellten Samples einen Remix herzustellen. Die Samples stammen von Künstlern des Festwochenprojekts "private exile", bei dem elektronische Musiker wie Richard Dorfmeister, Markus Kienzl oder Norbert Math, aber auch Instrumentalisten aus Jazz und Klassik (z. B. Markus Hinterhäuser) am Nachmittag des 16. Mai in 23 Wiener Wohnungen unter dem Motto "Hausgeburt" Konzerte geben. Diese werden dann in die Zentrale gestreamt und von Rupert Hubert zu einem "virtuellen Ensemble" zusammengemischt. Am Abend treffen dann alle Beteiligten auf der Bühne des Ronacher zu einer gemeinsamen "Kaleidoscope"-Live-Session zusammen. Die Gewinner (Musikerinnen, Musiker oder Bands) des FM4-Remix-Contests werden bei "private exile" am 16. Mai in einer der Wohnungen und im Wiener Ronacher ein Live-Set darbieten.

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