Nachhilfe in Vertragsverständnis für Martin Gleitsmann

Standpunkteaustausch zwischen Ärztekammer, WGKK und Gleitsmann - Aber auch Dorner kennt sich nicht aus: "Wie wird Gleitsmann die Unvereinbarkeit zwischen seinen Funktionen erklären?"

Wien (OTS) - Morgen, Freitag, Mittag findet in den Räumlichkeiten der Wiener Gebietskrankenkasse ein Standpunkteaustausch zwischen Vertretern der Wiener Ärztekammer, der Wiener Gebietskrankenkasse und Verwaltungsrat-Vizepräsident Martin Gleitsmann über den abgelehnten Kassenvertrag statt. Inhalte des Gesprächs werden die Gründe der mittlerweile zweiten Ablehnung des Gesamtvertrags durch Gleitsmann und Co. sein. Ärztekammer und Gebietskrankenkasse werden dabei auch die Unvereinbarkeit von Gleitsmanns Funktionen als Verwaltungsrat-Mitglied und Vertreter der Pharmaindustrie innerhalb der Wirtschaftskammer thematisieren.****

Der im Dezember 2003 zwischen Wiener Ärztekammer und Wiener Gebietskrankenkasse abgeschlossene Gesamtvertrag wurde in einigen Punkten vom Verwaltungsrat als zu teuer beziehungsweise nur "in Ansätzen positiv" bewertet. Ärztekammerpräsident Walter Dorner dazu:
"Wir nehmen dieses Treffen zum Anlass, Herrn Gleitsmann unseren Vertrag nochmals in allen seinen Details darzulegen. Wir werden aber nicht verhandeln. Da unser Vertrag bereits von anfänglichen Kritikern als innovativ und zukunftsweisend bezeichnet wird, wollen wir auch den Vertreter der Wirtschaftskammer, Martin Gleitsmann, von der Qualität dieses Vertrags überzeugen."

Vor allem die höhere Generikaverschreibung, die moderate Honorarerhöhung für die Kassenärzte sowie die Reduzierung der Kassenplanstellen sollen Gleitsmann näher erläutert werden. Dorner:
"Interessant für uns ist aber neben der Klärung der Details zum Kassenvertrag auch die Tatsache, dass Gleitsmann in einem Brief an Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat die Empfehlung abgegeben hat, keine zusätzlichen Sparmaßnahmen im Medikamentenbereich zu unterstützen. Zu dieser Frage und zu Gleitsmanns Nähe zur Pharmaindustrie wollen wir eine befriedigende Erklärung." Momentan lasse Gleitsmann die Ärzte und die Sozialversicherung im Glauben, er habe den Vertrag einzig und allein im Interesse der Pharmaindustrie abgelehnt. "Dieses Missverhältnis solle er uns bitte persönlich erklären", so Dorner. (bb)

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