Bezirksnetzwerk für Arbeit und Wirtschaft auf Erfolgskurs

10 Jahre "INTERDISK" Donaustadt, Floridsdorf - Impulsgeber für innovative Arbeitsmarktprojekte

Wien (OTS) - INTERDISK, das Netzwerk für Arbeit und Wirtschaft _Wien 21 + 22 feierte unter dem Titel "Fest vernetzt" Mittwoch Abend im Ares Tower in der Donau City seinen 10. Geburtstag. Beides sind Bezirke mit einer dynamischen und rasanten Arbeitsmarkt- sowie Bevölkerungsentwicklung, nicht zuletzt ausgelöst durch die Stadtentwicklungs- und Erweiterungsprojekte der letzten Jahre. Über zehn erfolgreiche Jahre INTERDISK und seine Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt haben unter anderem GR Norbert Scheed sowie die Bezirksvorsteher von Floridsdorf und Donaustadt, BV Heinz Lehner und BV Franz Karl Effenberg informiert.

INTERDISK ist ein regionales Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft in der gesamten Region zu stärken sowie Arbeitsmarkt relevante Institutionen und Betriebe miteinander zu vernetzen. Wesentliche Träger von INTERDISK sind die Bezirksvorsteher, das Arbeitsmarktservice Wien (AMS), die Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer, der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die VHS Donaustadt sowie der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF). Finanziert wird INTERDISK im Rahmen des sogenannten territorialen Beschäftigungspaktes aus Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft. Gesamtkoordinator des Projektes ist der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds.

GR Scheed: INTERDISK "best practice" - Beispiel für aktive Arbeitsmarktpolitik in Wien

Der Vorstandsvorsitzende des WAFF, GR Norbert Scheed, bezeichnete Mittwoch Abend, INTERDISK 21 + 22 als Impulsgeber für eine Reihe von innovativen Arbeitsmarktprojekten mit überregionaler Bedeutung. Die breite und intensive Zusammenarbeit von Politik, Sozialpartnern und relevanten Institutionen, vor allem aber das bezirksbezogenen know how aller Akteure habe INTERDISK zu einem Erfolgsmodell gemacht, dem nicht zu letzt von der Europäischen Kommission Rechnung getragen worden sei, betonte Scheed anlässlich des 10 jährigen Bestehens des ältesten INTERDISK Netzwerkes. Mit seinen niederschwelligen, flexiblen auf die Bedürfnisse der arbeitenden Menschen ausgerichteten Angeboten sei INTERDISK, so Scheed, zu einem wesentlichen Standbein der Wiener Arbeitsmarktpolitik geworden.

Scheed wörtlich: "Die aktuelle Arbeitsmarktsituation gibt derzeit wenig Anlass zur Freude. Arbeitslose Menschen einfach nur zu verwalten und zu versorgen ist nicht genug. Zielgerichtete, praxisbezogene Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie spezifische Offensiven und Projekte zur Arbeitsmarktintegration gerade auch von Jugendliche sind wesentliche Eckpunkte einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, wie sie nicht zuletzt vom waff mit einen Maßnahmenbündel umgesetzt wird." Angesichts der immer größer werdenden Ansprüche der Unternehmen, gelte es zudem alles zu unternehmen, um den "Marktwert" des Einzelnen/der Einzelnen so zu erhöhen, dass Arbeitslosigkeit möglichst gar nicht eintritt, erklärte Scheed weiter. Es gehe darum, den Berufstätigen wie auch den Arbeitsuchenden neue Perspektiven aufzuzeigen bzw. neue Chancen zu eröffnen. Das bedürfe nicht zuletzt einer engen Zusammenarbeit mit den Unternehmen, ihrer Einbindung in konkrete Maßnahmen. Scheed würdigte INTERDISK 21 + 22 als ein gelungenes "best practice"-Beispiel einer zukunftsorientierten, weil initiativen und vor allem vernetzen Arbeitsmarktpolitik.

INTERDISK: ein Gewinn für ArbeitnehmerInnen und Unternehmen

o Ein Schwerpunktthema von INTERDISK stellten und stellen Lehrlinge und vor allem Lehrstellensuchende dar. Gerade sie zählen zu den besonders benachteiligten Gruppen am Arbeitsmarkt. Um hier einerseits einen Anreiz für Unternehmen zu schaffen und andererseits Jugendlichen bessere Chancen zum Einstieg in den Arbeitsmarkt zu geben, werden einmal jährlich drei Betrieb in den beiden Bezirken für ihre Verdienste um die Lehrlingsausbildung ausgezeichnet. Kriterien sind u.a. das Verhältnis von MitarbeiterInnen zu Lehrlingen, Ausbildung von Mädchen in nicht traditionellen Berufen und eine gute Lehrabschlussquote. o In einer Kooperation mit den Schulen, AMS und Wirtschaftskammer werden außerdem Betriebe motiviert, Schnupperpraktika für die kids anzubieten. o Für Jugendliche und junge Erwachsene mit Vermittlungshindernissen werden in Zusammenarbeit mit dem verband der Wiener Volksbildung Maßnahmen zur Berufsvorbereitung angeboten. o Angesicht der aktuelle und zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung widmet sich INTERDISK auch dem "altersgerechten Arbeiten". Hier sollen bis Herbst 2004 best -practicve - Modelle erarbeitet und präsentiert werden. o Im Rahmen der Plattform Maschinenbau haben sich auf Initiative des AMS Betriebe zusammengeschlossen, die qualifiziertes Personal suchen, das in dieser Branche allerdings nicht ausreichend vorhanden ist. Das Cluster Support Programm des waff und des AMS Wien bietet dafür bedarfsgerechte und arbeitsplatznahe Qualifizierung von künftigen MitarbeiterInnen an. Die maßgeschneiderte Ausbildung wird mit den Unternehmen gemeinsam entwickelt und beinhaltet Kurse, "training on the job" sowie Praktika in den Unternehmen. o Von INTERDISK ging auch eine Initiative zur Gründung von Betriebskindergärten aus. INTERDISK bot Unterstützung bei zur Errichtung eines Betriebskindergartens bei der Firma IKEA an. Dieser Kindergarten steht auch den Kindern von Nachbarbetrieben zur Verfügung.

INTERDISK - vernetzt über die Grenzen

Um dem zusammenwachsen der Wirtschaft- und Arbeitsmärkte im neuen Europa gerecht bzw. rechtzeitig aktiv zu werden, hat INTERDISK 21+22 bereits eine intensive Vernetzungsarbeit mit den entsprechenden Partnerinstitutionen in Niederösterreich aufgenommen. Diese Netzwerkarbeit soll auf Grenzregionen der Slowakei, Tschechiens und Ungarns ausgeweitet werden.

INTERDISK wurde übrigens von der EU - Kommission als Modellprojekt für Vernetzung ausgezeichnet. In Wien gibt es bis dato insgesamt fünf INTERDISK Netzwerke, demnächst sollen der 10. Und 11. Bezirk folgen. (Schluss) gph

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