AMS Award 2004: Frauen in die Technik

AMS OÖ vergibt Auszeichnungen an Partnerunternehmen

Linz (OTS) - Seit 2002 verfolgt das Arbeitsmarktservice Oberöster-reich (AMS OÖ) das landesspezifische Ziel "Frauen in die Technik". An drei Partnerunternehmen, die engagiert für mehr Frauen in tech-nischen Berufen eintreten, vergibt das AMS OÖ erstmals den AMS-Award.

Der AMS Award 2004 wird am 21. April in den Kategorien Groß-, Mit-tel- und Kleinunternehmen vergeben. "Das AMS OÖ würdigt damit den besonderen Beitrag dieser Unternehmen bei der Einstellung von Frauen in technischen Berufen", erklärt Landesgeschäftsführer Ro- man Obrovski. Der Anteil der drei meistgewählten Lehrberufe - Bü-rokauffrau, Einzelhandelskauffrau und Friseurin - ist innerhalb von zehn Jahren um 8,5 Prozentpunkte gesunken (von 63 % im Jahr 1993 auf 54,5 % im Jahr 2003). "Wir verfolgen das Ziel, den Be- rufskorridor für Frauen zu erweitern. Mit Initiativen wie Lehr- stellenförderungen und Implacementstiftungen bieten wir Anreize an Unternehmen, Frauen verstärkt in technischen Berufen einzusetzen. Einige Unternehmen haben uns dabei erfolgreich unterstützt. Der AMS Award ist unsere sichtbarer Dank an unsere Partnerbetriebe."

AKAtech - Preisträger Kleinunternehmen

AKAtech entstand aus einer Niederlassung der Quante-Gruppe in Frankenmarkt (VB), die 2001 von fünf ehemaligen Mitarbeitern ge-kauft wurde. Heute präsentiert sich AKAtech als Logistik- und As-semblingbetrieb im Bereich Elektromechanik und Mechatronik und bietet technische Lösungen in der Telekommunikation, Medizintech- nik und für namhaften Industriekunden. Der MitarbeiterInnenstand konnte mittlerweile von 45 auf 80 gesteigert werden (bei einem Frauenanteil von 85 Prozent). Das Unternehmen setzt stark auf die Qualifizierung von MitarbeiterInnen und StiftungsteilnehmerInnen. "Wir wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre den Facharbeiteran- teil von derzeit 15 % auf ca. 50 % heben, sodass wir in der Lage sind, den Wünsche unserer Kunden auf hohem Niveau zu entsprechen", erklärt dazu Geschäftsführer Mag. Michael Farthofer.

Fill - Preisträger Mittelunternehmen

Der Maschinen- und Anlagenbauer Fill in Gurten (RI) beschäftigt 280 MitarbeiterInnen. 1992 wurde damit begonnen, Mädchen in tech-nischen Berufen auszubilden. Sechs Frauen arbeiten in technischen Berufen (je drei Zerspanungstechnikerinnen und Techn. Zeichnerin-nen). Daneben werden drei weibliche Lehrlinge und zwei Frauen in Umschulung ausgebildet. Auch heuer sollen Mädchen eine technische Ausbildung bei Fill beginnen. "Unsere Anforderungen an die Bewer- ber sind sehr hoch", betont Engelbert Gurtner, Leiter der Zerspa-nungstechnik. "Wir nehmen nicht Frauen aus der Not heraus auf, sondern weil sie sich sehr gut in das Unternehmen integrieren."

FACC - Preisträger Großunternehmen

Das auf die Entwicklung und Produktion von Composite-Leichtbauteilen für die Luftfahrtindustrie spezialisierte Unter-nehmen FACC (Ried/I.) arbeitet schon seit Jahren mit dem AMS Ried erfolgreich zusammen. Um den steigenden Personalbedarf zu decken, werden und wurden Qualifizierungen für Arbeitsuchende und angel-ernte MitarbeiterInnen angeboten. Zudem stellt FACC Prakti-kumsplätze für "Frauen in die Technik" zur Verfügung. Der Frauen-anteil liegt aktuell bei 23 Prozent (171 von 746 MitarbeiterIn- nen). Zehn Mädchen befinden sich derzeit in Lehrausbildung (Kunst-stofftechnikerin und Technische Zeichnerin), elf Mitarbeiterinnen besuchen einen firmeninternen Kurs mit Lehrabschluss Kunststoff-formgeberin. "Wir schauen immer darauf, Mädchen und Burschen ein-zustellen", erklärt Mag. Petra Wernbacher, Leiterin Human Resour-ces. "Die Mädels sind von den Zeugnissen her besser, von den Ein-stellungstests, die wir hausintern machen und in der Bewertung in der Berufsschule schneiden sie sehr gut ab: Generell machen wir also sehr gute Erfahrungen."

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Mag. Christine Dürrer-Roittner
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Sigrid.Prentner@400.ams.or.at bzw
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