SJÖ: Anfrage an den Justizminister

Sozialistische Jugend fordert Stellungnahme von Böhmdorfer

Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), ist über das Resultat des Jahresberichtes des Simon Wiesenthal Centers einigermaßen verwundert. Hatte doch Justizminister Dieter Böhmdorfer in der Beantwortung einer parlamentarischen SPÖ-Anfrage von Justizsprecher Hannes Jarolim letzten Jahres behauptet, dass er alle notwendigen Schritte unternehmen werde, um neuen Hinweisen auf NS-Kriegsverbrechen nachzugehen. "Offensichtlich ist dem nicht so, denn ansonsten würde Österreich in dem Bericht nicht mit einer dermaßen schlechten Beurteilung bei der Verfolgung von NS-Kriegsverbrechern abschneiden", so Kollross am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Kollross fordert Justizminister Böhmdorfer auf, zu dem Bericht öffentlich Stellung zu nehmen und klarzustellen, was genau die österreichische Justiz unternimmt. "In dem Bericht wird Österreich nur mäßige Bemühung in der Verfolgung von NS-Kriegsverbrechern vorgeworfen. Efraim Zuroff, Leiter des Simon Wiesenthal Centers in Jerusalem, kritisierte in einem Profil-Interview letzten Jahres mangelndes Interesse Böhmdorfers. Wenn der Justizminister dies nur auf ‚sprachliche Schwierigkeiten' zurückführt und zu ‚persönlichen Eindrücken dritter Personen' nicht Stellung nehmen will, so sollte er das auf jeden Fall zu dem vorliegenden Bericht tun", so Kollross abschließend. (Schluss) up/mp

Rückfragehinweis: SJÖ, Wolfdietrich Hansen, 01 523 41 23 oder 0699 19 15 48 04, http://www.sjoe.at

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001