LR Dörfler: Mehr Wohnungen durch neues Wohnbauförderungsgesetz

Neues Modell gilt nur für sozialen Wohnbau - Änderung des Finanzierungsschlüssels vorgesehen - Derzeit günstiges Zinsniveau soll genutzt werden

Klagenfurt (LPD) - Über die bevorstehende Änderung des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes informierten heute, Mittwoch, Wohnbaureferent LR Gerhard Dörfler und der Leiter der Abteilung für Wohnungs- und Siedlungswesen, Willibald Wanderer. So soll das neue flexiblere Modell, welches ausschließlich für Mietwohnungen im sozialen Wohnbau gelte, das derzeit günstige Zinsniveau am Kapitalmarkt nutzen. Ziel sei es u.a. in den nächsten drei Jahren mit gleichbleibendem Budget den Bau von bis zu 1.000 Wohnungen mehr zu fördern, erklärte Dörfler.

Konkret gehe es im neuen Gesetz um eine Änderung des Finanzierungsschlüssels für den sozialen Wohnbau im mehrgeschossigen Bereich. Die Errichtung von Eigenheimen bzw. Anschaffung von Eigentumswohnungen ist von dieser Regelung laut Dörfler ausgeschlossen. Bisher habe der Anteil des Direktdarlehens höchstens 60 Prozent der Gesamtbaukosten betragen, für die restlichen 40 Prozent, die aus Fremd- oder Eigenmitteln bestanden, seien rückzahlbare Annuitätenzuschüsse gewährt worden, erklärte Wanderer. Der neue Finanzierungsschlüssel könne nun beispielsweise 40 Prozent Direktdarlehen und 60 Prozent Fremdfinanzierung mit Annuitätenzuschuss betragen. Durch dieses flexiblere Modell könne man sich besser an das Zinsniveau am Kapitalmarkt anpassen.

Vorwiegend gehe es darum, den steigenden Wohnungsbedarf, besonders in den Städten, zu decken, sagte der Wohnbaureferent, der sich dadurch außerdem eine weitere Ankurbelung der heimischen Bauwirtschaft erwartet. So sollen in den nächsten drei Jahren bei gleichbleibendem jährlichen Förderbudget von 40 Mio. Euro um bis zu 1.000 Wohnungen mehr errichtet werden. Die vorhandenen Mittel könnten durch das neue Finanzierungsmodell nämlich besser ausgenutzt werden, so Dörfler dazu. Weiters gab der Landesrat bekannt, dass bereits in der Regierungssitzung am Dienstag der Bau von 132 neuen Wohnungen beschlossen worden sei.

Als wichtigen Faktor führte Dörfler außerdem die zentrale Wohnungsdatenbank des Landes an. Diese könne den tatsächlichen Wohnungsbedarf feststellen, da sie Mehrfachnennungen erkenne. So diene sie im Internet unter www3.ktn.gv.at/wohnungsansuchen als Informationsquelle für Land, Gemeinden, Wohnbaugenossenschaften und auch den Bürger.
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