ÖAMTC AKADEMIE: 50-Tonnen bewegte Fracht pro Bürger und Jahr - Neue Ansätze gefragt

Wesentliche Handlungsfelder bei der Nachhaltigkeit im Wirtschaftsverkehr identifizieren

Wien (ÖAMTC-Presse) - Mit der gestrigen Veranstaltung zum Thema "Wirtschaftsverkehr: Nachhaltig!" hat die ÖAMTC AKADEMIE einen wesentlichen Akzent zu einem vieldiskutierten Thema gesetzt", sagt die Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE Christine Zach. Ein guter Weg, der nicht in eindimensionalen Lösungen enden kann, wurde rund um den Wirtschaftsverkehr aufgezeigt.

Mit dem Spannungsfelds von wirtschaftlicher Effizienz und gesellschaftspolitischem Anspruch auf Nachhaltigkeit haben sich die Inhalte der Referate, insbesondere das von Univ.Prof. Peter Klaus, auseinandergesetzt und interessante Handlungsfelder auch im Zuge der EU-Osterweiterung aufgezeigt:

* Pro Jahr werden in den Industrieländern durchschnittlich knapp 50 Tonnen Fracht pro Bürger transportiert. Für den unmittelbaren Lebensbedarf wären aber nur rund fünf Tonnen notwendig, die Differenz ergibt sich aus der arbeitsteiligen Produktion.

* Der Verkehr ist weniger weiträumig als angenommen wird. Der hausgemachte Gütertransport legt durchschnittlich nur 63 Kilometer auf den Straßen zurück.

* Vielfach wird die Messgröße Tonnenkilometer herangezogen. Eine zutreffendere Messgröße wurde mit dem Begriff "Straßenanwesenheit" identifiziert.

* Im Zuge der EU-Osterweiterung ist mit einer Steigerung des grenzüberschreitenden Güterverkehrsvolumens um nur rund 15 Prozent zu rechnen.

Die Schiene muss als geeignetes Gütertransportmittel verbessert werden. Das Ziel ist, einen Teil der Tonnenkapazität des Straßengüterverkehrs auf die Schiene zu verlagern. "Es ist eine Utopie, die Hälfte der Tonnenkapazität von der Straße auf die Schiene zu verlagern", betont Zach. Sowohl finanzielle als auch ökologische Gründe sprechen massiv dagegen. Deshalb erteilt die Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE dem Ansinnen einer Querfinanzierung der Schiene, wie es der Entwurf zur neuen EU-Wegekosten-Richtlinie vorsieht, eine klare Absage. Lenkungseffekte bei der Eindämmung des Lkw-Verkehrs können laut Zach nicht in einer drastischen Erhöhung der Lkw-Maut liegen. Schließlich werden auch in Zukunft die Transportkosten in Relation zu den Gesamtproduktionskosten immer nur einen geringen Anteil einnehmen. "Um den viel strapazierten Begriff Nachhaltigkeit mit Leben zu erfüllen, setzt die ÖAMTC AKADEMIE auf Wege der kleinen Schritte über den jeweiligen Tellerrand hinaus. Dadurch können Logiken des Umfelds identifiziert und konstruktive Entwicklungsschritte begangen werden", erklärt die Geschäftsführerin.

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ÖAMTC AKADEMIE/Sabine Fichtinger

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