Eisenbahner-Gewerkschaft in NEWS: "Hohe Kampfbereitschaft"

Gewerkschaftschef Haberzettl droht mit neuem Arbeitskampf: "Streik ist die Notbremse, wenn Regierung drüberfahren will". - VP-Staatssekretär Kukacka: "Streik schreckt mich nicht"

Wien (OTS) - Der Chef der Eisenbahner-Gewerkschaft Wilhelm Haberzettl erhöht den Druck auf die Regierung und schließt in der Donnerstag erscheindenen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS für den Fall des Scheiterns der laufenden Verhandlung über das ÖBB-Dienstrecht einen Streik nicht aus. Gegenüber NEWS gibt sich Haberzettl kämpferisch: "Der Streik ist eine Notbremse, wenn die Regierung die Verhandlungsergebnisse nicht zur Kenntnis nehmen will und einfach drüberfahren will".

Die 44.700 ÖBB-Bediensteten stimmen bis heute abend in einer Urabstimmung über einen möglichen Streik ab. Die Zustimmung gilt als sicher, womit bei einer Nichteinigung über das 100 Millionen-Einsparungspaket, ein Streik im Mai als nahezu unausweichlich gilt. Verkehrsstaatsekretär Helmut Kukacka gibt sich gegenüber NEWS gelassen: "Ein Streik schreckt mich politisch nicht. Für Sonderrechte gibt es kein Verständnis".

Da es vor allem beim neu zu verhandlenden Dienstrecht noch grobe Divergenzen liegen die Nerven blank. Kukacka äußert jedenfalls Unverständnis für die Urabstimmung bereits vor Ende der Verhandlungsergebnisse. Währenddessen macht Eisenbahngewerkschaftssprecher Walter Kratzer mobil: "Es gibt eben ein hohes Maß an Bereitschaft zur Auseinandersetzung. Wenn die Regierung das Ergebnis der Verhandlungen nicht akzeptiert, sind Kampfmaßnahmen aber ein gangbarer Weg".

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0004