Benita-Kampagnenmacher: Blondinenwitze und Macho-Sprüche

Jugendwahlkampfleiter der ÖVP betreibt sexistische Homepage

Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich(SJÖ), und Stefanie Vasold, SJ-Frauensprecherin, wundern sich über die Jungen in der ÖVP. Auf www.homan.at, einer Homepage, die von Edgar Homan, dem Leiter der Jugendkampagne "Benita 4 president", betrieben wird, finden sich sexistische Frauenwitze, Macho-Sprüche und "funny pictures" auf unterstem Niveau. Bis vor kurzem war besagte Website direkt mit der
Jugendkampagnenhomepage von Ferrero-Waldner, "b4p", verlinkt. Allerdings dürfte selbst den Zuständigen in der ÖVP aufgegangen sein, dass die Inhalte der Homepage kaum in Übereinstimmung mit dem von Ferrero-Waldner propagierten Bild als "Kandidatin der Frauen" zu bringen ist.****

Kollross: "Ferrero-Waldners Versuch, sich jetzt als frauenpolitisch fortschrittlich zu positionieren, ist leicht zu durchschauen. Sie hat in den letzten Jahren nicht nur die frauenfeindliche Politik der Bundesregierung mitgetragen, sondern auch in ihrem eigenen Ressort von jeglicher Frauenförderung abgesehen." Es sei daher nur konsequent, dass es sich beim "Benita 4 president"-Koordinator offensichtlich um eine Person
handle, die mit Sexismus und der Ungleichbehandlung von Männern und nicht sonderlich sensibel umgeht, so Kollross weiter.

Für Vasold ist diese Homepage nur ein weiterer Beweis dafür, dass "emanzipatorische Frauenpolitik für die ÖVP nach wie vor ein Fremdwort" ist: "Frauenpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass es Frauen ermöglicht wird, aus ihrer gesellschaftlichen Benachteiligung auszubrechen. Frau sein allein ist kein Programm. Eine Frau, die nichts dazu beiträgt, bestehende Ungleichheiten abzubauen, darf auch nicht von Frauen unterstützt werden."
Vasold weiter: "Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet jener Mann, der mitverantwortlich dafür ist, die Präsidentschaftskandidatin als emanzipierte Frau zu verkaufen, völlig ungeniert eine Homepage betreibt, die puncto schlüpfrigen Herrenwitzchen problemlos mit jeder Toilettenwand einer x-beliebigen CV-Bude mithalten kann."

Kollross und Vasold fordern seitens der ÖVP eine Klarstellung, wie sie es denn nun mit der Gleichberechtigung halten, und ob es zur gängigen Praxis innerhalb der ÖVP gehört, mit Blondinenwitzen und anderen sexistischen Methoden sich zu profilieren?

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