LR Dr. Kepplinger: Kürzung der Wohnbau-förderung gefährdet soziale Sicherheit!

Wer leistbare Wohnung sucht, darf nicht zu einem Bittsteller degradiert werden

Linz (OTS) - "Qualitatives Wohnen gehört zu den Grundrechten der Menschen, die ohnehin schon unter der verfehlten Wirtschaftspolitik der Schüssel-Regierung leiden. Abgabenerhöhungen, Kürzung von Pensionen, sinkende Reallöhne und steigende Arbeitslosigkeit - und nun steht auch noch die soziale Sicherheit auf dem Spiel", warnt Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger vor einer drohenden drastischen Kürzung der Wohnbauförderung im Zuge der kommenden Finanzausgleichsverhandlungen. "Auch darf die Wohnbauförderung keinesfalls zu einem ausschließlichen Sozialhilfe-Instrument umfunktioniert werden, das wohnungssuchende Menschen generell zu Bittstellern degradiert, sondern sie soll qualitatives Wohnen für alle Menschen auch weiterhin ermöglichen!"

"Der frei finanzierte Wohnungsmarkt ist eingebrochen, 15.781 Menschen suchen in Oberösterreich dringend eine leistbare Wohnung. Zudem ist der thermische Sanierungsbedarf am Hausbestand in Oberösterreich nach wie vor enorm groß. Das sind die Tatsachen! Und wenn dann der IHS-Chef Bernhard Felderer meint, die Wohnbauförderung sei eine Verschwendung, passt dies genau in das Weltbild von neoliberalen Wirtschaftspolitikern, denen soziale Verantwortung fremd zu sein scheint", so Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger.

"Wir brauchen die Wohnbauförderung in ihrer bewährten Form mit Objekt- und Subjektförderung", unterstreicht Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger. "Einkommensgrenzen sorgen dafür, dass die Förderung jenen zugute kommt, die wirtschaftlich darauf angewiesen sind. Die Objektförderung sorgt dafür, dass eine ausgewogene Wohnstruktur sowie ein gediegenes Wohnumfeld geschaffen und zudem durch notwendige Sanierungen ein Beitrag für die Erreichung der von der Regierung beschlossenen Kyoto-Ziele, also eine Reduktion von Luftschadstoffen, geleistet werden kann."
Viele Bauvorhaben könnten ohne Förderung nicht mehr realisiert werden. "Auch wenn derzeit die Kapitalmarktdarlehen günstig sind, wird es zu einem starken Rückgang beim Neubau kommen, weil in Oberösterreich die Wohnbauförderungs-Darlehen für den mehrgeschossigen Wohnbau noch immer wesentlich günstiger sind, als die derzeitigen Kapitalmarktkonditionen. Ebenso werden deutlich weniger Gelder in die Sanierung gesteckt. In der Bauwirtschaft werden letztlich Tausende Arbeitsplätze gefährdet sein. Eine Kürzung der Wohnbauförderung bedeutet auch, dass sich in naher Zukunft die Mieten drastisch erhöhen werden und gleichzeitig die Wohnqualität sinkt. Sinkende Wohnqualität bei hohen Preisen belastet natürlich das soziale Gefüge einer Gesellschaft in so wichtigen Bereichen wie Gesundheit und Sicherheit", so Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger.

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