Bartenstein: Österreich wird Ökostrom-Ziele übererfüllen

Ökostrom-Ziele für 2008 werden voraussichtlich bereits heuer erreicht. In Zukunft werden verstärkt effiziente Anlagen gefördert

Wien (BMWA-OTS) - =

"Wir haben seit rund zwei Jahren ein
Ökostromgesetz und gehen nun daran, die guten und die weniger guten Erfahrungen zu evaluieren", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute, Dienstag. Österreich werde voraussichtlich bereits im Jahr 2004 Ökostrom-Ziele für das Jahr 2008 erreichen. Mit einer Gesetzesnovelle soll nun sichergestellt werden, dass die effizientesten Anlagen gefördert werden. "Die Förderung von Ökostrom beträgt rund ein Fünftel des Strompreises ohne Netzkosten und Steuern", erläutert der Minister. "Wir sind dem Stromkunden, der dies letztendlich zahlt, schuldig, dass hier nur sinnvolle Projekte gefördert werden". ****

Das Ökostromgesetz sieht vor, dass Strom aus Windkraftanlagen (WKA), Biomasseanlagen oder Stromerzeugung aus anderen erneuerbaren Energieträgern durch den Endkunden, also Haushalte und Industrie, gefördert wird. Einerseits wird dieser so genannte Ökostrom-Zuschlag direkt vom Endkunden bezahlt. Andererseits sind Stromhändler verpflichtet, den Ökostrom zu einem bestimmten Preis ("Verrechnungspreis") abzunehmen. Da Ökostrom um ein Vielfaches teurer ist als Strom aus Wasserkraft und konventionellen Energieträgern, kann dieser nur durch diese rechtliche Abnahmeverpflichtung in das heimische Stromnetz eingespeist werden.

Es habe sich auch gezeigt, dass es vor allem im Bereich der Windenergie zu einer Überförderung und zu einem massiven Ausbau von Windrädern gekommen ist. Dadurch würden die Fördermittel für Biomasseanlagen, Biogasanlagen und Kleinwasserkraft unter Druck geraten. "Ziel ist es, vor allem jene erneuerbaren Energien zu fördern, in denen Österreich heimische Quellen, aber auch die Technologieführerschaft hat", erläutert Bartenstein, "das ist vor allem die Biomasse. Hier können wir Know-How auch ins Ausland verkaufen." Weiters weist der Minister darauf hin, dass die Kosten pro Tonne eingespartem Treibhausgas CO2 durch die Verwendung von Ökostrom im Durchschnitt zwischen 100 und 200 Euro liegen, im Emissionshandel hingegen zwischen sieben und dreizehn Euro.

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