- 20.04.2004, 12:39:11
- /
- OTS0130 OTW0130
Untersuchung für Verletzte schneller und schmerzfrei
AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler setzt neues Röntgensystem ein und schließt Lücke in Digitalisierung
Wien (OTS) - Je schneller und detaillierter Ärzte über
Unfallfolgen Bescheid wissen, umso effizienter kann Verletzten
geholfen werden. Die Verletzungsfolgen abzuschätzen, ist vor allem
bei Polytraumapatienten schwierig. Moderne digitale und vernetzte
Durchleuchtungssysteme bieten immer genauer und schneller wichtige
Entscheidungshilfen für die Wahl und Reihenfolge der notwendigen
Behandlungsschritte. Das AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler in der
Wiener Brigittenau setzt ab Mitte April 2004 als erstes Unfallspital
in Österreich das modernste digitale Röntgensystem ein. Die Vorteile
für die Patienten: eine schnellere, weitgehend schmerzfreie und
detailliertere Untersuchung. Strahler und Detektor bewegen sich
automatisch um den Verletzten, die Feineinstellung erfolgt über einen
Bildschirm, die detailgenauen Bilder stehen den Ärzten in wenigen
Sekunden im Spitalsnetz digital zur Verfügung. Die AUVA hat für die
Adaptierung der Räume, den Kauf des Systems und die
Mitarbeiterschulung rund 625.000 Euro investiert.
Das AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler wirkt weiterhin
bahnbrechend beim Einsatz neuer diagnostischer Methoden: nach der
Einführung der digitalen Bildverarbeitung (Picture Archive and
Communication System, PACS) und des digitalen Patientenaktes (das
digitale Krankenhaus-Informationssystem ASTRA) im Jahre 2000 und nach
der Installation eines Mehrschicht-3-D-Computertomographen im
Schockraum im Dezember 2002 bringt das multifunktionale
Radiographiesystem Axiom Aristos FX von Siemens seit Mitte April 2004
in der Erstversorgung einen weiteren Zeitgewinn. Parallel dazu wird
die Untersuchung für den Patienten angenehmer. Nicht der Verletzte
wird bewegt, sondern Strahler und Detektor umkreisen ihn und schießen
Aufnahmen aus schwierigsten Winkeln.
Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz, Ärztlicher Leiter des
AUVA-Unfallkrankenhauses Lorenz Böhler, sieht folgende Vorteile: "Mit
der Installation des Aristos FX schließen wir eine weitere Lücke zur
restlosen Digitalisierung aller bildgebenden Verfahren im
Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler. Wir betreten in der Radiologie eine
neue digitale Welt: genauso wie schon bei Computertomografie,
Magnetresonanz und Ultraschall können wir ab jetzt die Bilder direkt
ins Netz und damit direkt auf den Bildschirm des befundenden Arztes
bringen.
Wie kompliziert früher Röntgenuntersuchungen waren, hat wohl schon
jeder am eigenen Körper verspürt: wir mussten den Patienten in einer
bestimmten Position auf dem Tisch lagern, eine Folienkassette
darunter legen und diese belichten. Dann kam die belichtete Kassette
in einen Reader, der das Bild "entwickelte", das auf dem Schirm der
Entwicklungsmaschine kontrolliert wurde. Erst jetzt konnte die
Aufnahme ins EDV-Netz bzw. auf die Bildschirme weiter geleitet
werden. Mit dem neuen Gerät ist die Belichtung der zu untersuchenden
Region direkt auf den Festkörperdetektor möglich, das Bild wird
sofort im Datennetz verfügbar.
Dies bedeutet für den Patienten eine erheblich bequemere Lagerung,
deutlich kürzere Untersuchungszeiten sowie eine beachtliche Reduktion
der Strahlendosis. Für die Röntgensassistentin entfallen
Lagerungsprobleme und Kassettentransfer. Dadurch kann sie besser auf
den Verletzten eingehen und ist trotzdem schneller fertig. Der
Vorteil für den Arzt liegt in der Schnelligkeit und in der
Genauigkeit, mit der er die Bilder auf den Befundbildschirm bekommt."
Das neue Radiographiesystem steht im Raum "R15" der Erstversorgung
im Erdgeschoss und wird als erstes System seiner Art in Österreich im
Trauma-Management sowohl für ambulante als auch stationäre Patienten
eingesetzt. Prof. Hertz rechnet mit einer Frequenz von 180 Patienten
pro Tag.
Die Umbauarbeiten und die Einschulung für die Pilotstation
dauerten von 15. Jänner bis 13. April 2004. Die Kosten betrugen rund
170.000 Euro für den Umbau der alten Röntgenstation und 455.000 Euro
für das Siemens-System. Die Finanzierung erfolgt aus dem
Investitionsbudget der AUVA für die Aufrechterhaltung des
medizinischen Standards. Bewährt es sich, wird im UKH Lorenz Böhler
ein Zweites in der Nachbehandlung installiert werden.
Das AUVA-Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler
( http://www.auva.at/ukhboehler )
Das Unfallkrankenhaus Lorenz Böhler der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) versorgt in 1200 Wien,
Donaueschingenstraße 13, pro Jahr rund 60.000 Patienten, davon rund
6.400 stationär - durchschnittliche Verweildauer 7,8 Tage. Rund 25
Prozent aller Verletzungsopfer im Wiener Raum werden hier nach den
modernsten medizinischen, medizintechnischen Methoden und
Pflegetechniken behandelt. Durchschnittlich betreuen rund 428
Personen (Ärztlicher Bereich - Röntgen- und Laborpersonal, Physio-
und Ergotherapeuten, sowie Ärzte : 114 Mitarbeiter; Pflegebereich:
178; Verwaltung: 56; Hilfspersonal: 80 Kräfte) die Patientinnen und
Patienten 24 Stunden an 365 bzw. 366 Tagen im Jahr. Das AUVA-UKH
Lorenz Böhler hat 128 Betten und eine Bettenauslastung von 107
Prozent. Die Gesamtjahreskosten betragen rund 34 Millionen Euro.
Weitere Informationen im Internet unter
http://www.auva.at/ukhboehler
Rückfragehinweis:
und Fotos:
Gabriela Würth, Gabriela Würth Kommunikation Tel.: 02242-38300, 0676 33 24 879 mailto:[email protected] AUVA-Landesstelle Wien http://www.auva.at/wien
OTS0130 2004-04-20/12:39
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAU






