WGKK: Gleitsmann weist Vorwürfe Haupts zurück

Sozialminister Haupt soll verantwortungsvolle Entscheidung der Selbstverwaltung akzeptieren

Wien (OTS) - Hauptverbands-Vizepräsident Martin Gleitsmann weist die an ihn gerichteten Vorwürfe von Sozialminister Haupt, unverantwortlich gehandelt zu haben, mit aller Entschiedenheit zurück: "Die Wiener Gebietskrankenkasse steht vor einem Millionendesaster und vor der möglichen baldigen finanziellen Pleite. Uns im Verwaltungsrat ist ein Beschlussantrag vorgelegen, in dem die Wiener Gebietskrankenkasse selbst den Mehraufwand aus dem zur Diskussion stehenden Ärztevertrag allein für 2004 mit 14,1 Millionen Euro beziffert." Im Augenblick, nach der Ausgleichsfondsentscheidung des Verfassungsgerichtshofes, sei es noch völlig ungeklärt, wie sich die finanzielle Situation in den nächsten Monaten tatsächlich darstellen werde.

Gleitsmann: "Erst wenn wir die konkreten Zahlen haben und eine Neufinanzierungserklärung bzw. ein Sanierungskonzept der WGKK vorliegt, können wir eine endgültige Entscheidung treffen." Auch der Sozialminister müsse daran interessiert sein, dass bei der WGKK nicht ständig höhere Ausgaben getätigt als Einnahmen lukriert werden.

Der Verwaltungsrat hat am 14. April den Antrag gestellt, in einer der nächsten Verwaltungsratssitzungen, spätestens aber am 24. Juni, das Thema neuerlich zu behandeln und damit einen klaren Zeitplan vorgegeben. Bis dahin sind die Vertragspartner aufgefordert unter geänderten Rahmenbedingungen ihre Entscheidungen im Interesse der Wiener Versicherten zu überdenken. Dem Verwaltungsrat ist eine nachhaltige Sicherung der Versorgung der Wiener Patienten jedenfalls ein Anliegen.

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