ASFINAG: A 6 Nordost Autobahn - UVP-Verfahren in der Zielgeraden

Der Baubeginn ist für Ende 2004 geplant

Wien (OTS) - Zehn Monate nach Beginn des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens für die A 6 Nordost Autobahn (Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung: 2. Juni 2003) befindet sich dieses bereits in der Zielgeraden.

ASFINAG-Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler: "Es ist dies das erste Straßenprojekt in Österreich, für welches die UVP nach einem neuen, verkürzten Zeitplan in weniger als einem Jahr abgehandelt werden konnte. Nach der nun erfolgten Öffentlichen Erörterung erwarten wir die § 4-Verordnung nach Bundesstraßengesetz bis zum Sommer, womit zu Jahresende 2004 die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen für die A 6 getroffen werden können."

Mit der Errichtung der knapp 22 Kilometer langen Spange A 4 -Kittsee erfahren die Ortschaften entlang der B 10 und B 50 durch die künftige Bündelung des internationalen Verkehrs auf der A 6 eine wesentliche Verkehrsentlastung, ebenso wie die Grenzübergänge Berg und Nickelsdorf. Damit verbunden ist eine wesentliche Verbesserung der Lärmsituation.

ÖSAG-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Alois Schedl: "Ohne den Bau der A 6 wäre bis 2020 mit einer Zunahme der Lärmbelastung auf bis zu 70 Dezibel (dB) zu rechnen. Nach Fertigstellung der Nordost Autobahn wird sich in den Ortsdurchfahrten der Lärm um bis zu fünf Dezibel verringern. Das entspricht einer Verminderung des subjektiv empfundenen Lärms um ca. 30 Prozent".

Darüber hinaus werden die B 10 Budapester Straße und die B 50 Burgenland Straße hinsichtlich Unfallhäufigkeit wesentlich entschärft. Allein in den vergangenen fünf Jahren ereigneten sich im Abschnitt Parndorf - Kittsee 58 Unfälle mit einem Toten und 78 Verletzten.

Die 21,8 km lange A 6 verbindet künftig die A 4 Ost Autobahn mit dem Grenzübergang Kittsee. Der Anschluss an das untergeordnete Netz erfolgt über drei Anschlussstellen (Potzneusiedl, Gattendorf und Kittsee). Das Straßenprojekt umfasst insgesamt 37 Brückenobjekte, die längste davon ist die Leitha-Querung mit einer Gesamtlänge von 410 Metern.

Nach der nunmehrigen Öffentlichen Erörterung werden parallel bis zur § 4-Verordnung nach Bundesstraßengesetz die materienrechtlichen Bewilligungen (Wasserrecht, Naturschutz, Forstrecht) vorbereitet, ebenso die Bauausschreibung und die Vergabe der Örtlichen Bauaufsicht. Auch die restlichen Grundeinlösen sind noch abzuführen und die archäologischen Rettungsgrabungen westlich der Leitha abzuschließen.

Der Baubeginn ist für Ende 2004 geplant. Bei einer Bauzeit von drei Jahren könnte die A 6 somit Ende 2007 für den Verkehr freigegeben werden.

Die Finanzierung der Gesamtkosten von netto rd. Euro 175 Mio. erfolgt über Maut- und Vignettenerlöse der ASFINAG.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Oberholzer
ASFINAG-Pressesprecherin
Mobil: 0664 1022363

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0002