APA OTS Politikportalanalyse: MediaWatch Top-30 Politikerranking: BP-Wahlkampf und Landespolitik

Wien (OTS) - Der Wahlkampf um das Amt des Bundespräsidenten geht
in die entscheidende Phase. Die beiden Kandidaten erreichten vor allem aufgrund der Berichterstattung im Vorfeld der gestrigen TV-Konfrontation und der "Zuckerlkrise" mit dem salomonischen Urteil des Schiedsgerichtes die höchste mediale Präsenz in den österreichischen Tageszeitungen der vergangenen Untersuchungswoche (9.-15.4.2004).

Das von MediaWatch im Auftrag von APA OTS erstellte Top-30 Politikerranking. abrufbar unter http://www.politikportal.at, führt Heinz Fischer mit 481 Nennungen an. Auf Platz zwei folgt mit 385 Nennungen Benita Ferrero-Waldner. Rang drei im Ranking nimmt der neue steirische Wirtschaftslandesrat Gerald Schöpfer mit 261 Nennungen ein. Er wurde auf Vorschlag von Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (Platz 6 / 189 Nennungen) gewählt und tritt die Nachfolge von Herbert Paierl (Platz 13 / 94 Nennungen) an. Das Finanzressort übernimmt die Landesrätin für Jugend und Generationen sowie Schulen und Wissenschaft Kristina Edlinger-Ploder, die mit 66 Nennungen auf dem 17. Rang liegt. Eine Regierungsumbildung bahnt sich auch im Burgenland an: Wirtschaftslandesrat Karl Kaplan, mit 60 Nennungen auf Platz 18, trat zurück, und machte keinen Hehl daraus, dass er mit Regierungspartner SPÖ unter Landeshauptmann Hans Niessl (Rang 25 / 37 Nennungen) nicht länger zusammenarbeiten wolle.

Auf Platz vier des MediaWatch Top-30 Politikerrankings liegt Hubert Gorbach mit 222 Nennungen. Der Verkehrsminister war vor allem wegen der Diskussionen rund um eine Erweiterung der LKW-Maut in den Medien präsent. Die heftige Kritik von Flüchtlingshilfsorganisationen an der österreichischen Asylpolitik war ein weiteres wichtiges Thema in der Osterwoche. Besonders Innenminister Ernst Strasser stand unter Beschuss und belegt mit 199 Nennungen den fünften Rang.

Für Aufsehen sorgte in der vergangenen Woche auch die Ankündigung von Christoph Chorherr, bei den nächsten Wiener Gemeinderatswahlen 2006 nicht mehr als Spitzenkandidat der Grünen anzutreten und stattdessen mehr auf Bundesebene mitzuarbeiten. Chorherr erreichte 114 Nennungen und Rang 10, seine designierte Nachfolgerin Maria Vassilakou 67 Nennungen und damit Rang 16.

In der aktuellen MediaWatch-Untersuchungswoche ist im direkten Vergleich der Parteien einmal mehr die ÖVP unangefochtener Spitzenreiter: Die ÖVP konnte 14 ihrer Repräsentanten in den Top-30 positionieren, die SPÖ folgt mit sieben. Die FPÖ liegt mit insgesamt vier Vertretern auf dem dritten Rang, knapp vor den Grünen, die diesmal zwei ihrer Politiker im Ranking platzieren konnten. In der Wertung vertreten sind zudem noch die parteilosen Politiker Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Platz 7 / 170 Nennungen), der steirische Wirtschaftslandesrat Gerald Schöpfer und Bundespräsident Thomas Klestil (Platz 22 / 44 Nennungen).

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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