Fuhrmann: "Neue Lage: 180 Tage - Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate gefordert!

Fuhrmann übergibt JVP-Forderungskatalog an Vorsitzenden Dr. Zilk

Wien, 16. April 2004 (ÖVP-PK) "Sechs Monate Wehrdienst reichen aus", sagt Abg.z.NR. Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP Österreich und Mitglied der Bundesheerreformkommission, anlässlich der Übergabe des Forderungskataloges der Jungen ÖVP an den Vorsitzenden der Bundesheerreformkommission Dr. Helmut Zilk. Fuhrmann zeigte sich "sehr zuversichtlich", dass "die Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate bald Realität werde". Auch Vorsitzender Helmut Zilk habe sich bereits positiv zu dieser Forderung der Jungen ÖVP geäußert. "Je mehr Mitstreiter wir in dieser Causa haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Kommission unseren Forderungen folgen wird", so Fuhrmann weiter. ****

Die Bestrebungen der Europäischen Union, ein gemeinsames europäisches Sicherheits- und Verteidigungssystem zu etablieren, stoßen bei der Jungen ÖVP auf große Gegenliebe. "Ich stehe voll hinter der Außenministerin, wenn es angesichts der Beistandsverpflichtung darum geht, innereuropäisch solidarisch und außereuropäisch neutral zu sein", so Fuhrmann weiter. Durch ein Dienstrecht NEU sollen Einsätze im Zuge der Vereinten Nationen oder des Europäischen Krisenmanagements für neu eintretende Soldaten verpflichtend sein. "Die immer bedeutender werdenden internationalen Aufgaben des Bundesheeres müssen sich auch im neuen Dienstrecht widerspiegeln", so Fuhrmann weiter, die sich auch dafür einsetzt, dass es ein Alterslimit für Soldaten, gestaffelt nach deren Funktionen, geben solle.

Die allgemeine Wehrpflicht steht für die Junge ÖVP momentan außer Streit. "Man muss nur an die Katastropheneinsätze oder den Assistenzeinsatz denken, damit klar ist, dass jedenfalls eine fixe Anzahl an präsenten Kräften für diese Aufgaben bereitstehen muss", so Fuhrmann weiter. Das Bundesheer müsse jedoch attraktiver und das Image vor allem unter den jungen Menschen gehörig verbessert werden. "Durch ein Mehr an Aufklärung über die Funktionen des Bundesheeres in den Schulen und einer besseren individuellen Gestaltung des Präsenzdienstes soll eine Imagesteigerung für das Bundesheer erwirkt werden", so Fuhrmann, die weiter anfügt, dass es in Zukunft nicht mehr passieren solle, dass "der gelernte Koch zum Bundesheer-Mechaniker wird, wie dies bis dato öfters der Fall gewesen ist". Grundsätzlich solle Einberufungstermin und der Einberufungsort zur freien Disposition der Wehrdienstpflichtigen stehen.

Weitere Forderungen der Jungen ÖVP an den Präsenzdienst seien die Stärkung des Soldatensprechers und die Schaffung eines Disziplinarrates zur Objektivierung von Disziplinarverfahren. Des Weiteren sollen die Milizkräfte vollständig auf Freiwilligkeit basieren. "Wenn man sich einmal für den Milizstand entschieden hat, so soll es möglich sein, aus diesem auch ohne Nachteile mit sofortiger Wirkung wieder auszuscheiden", so Fuhrmann weiter, die ein Anreiz- und Benefizsystem in Form von Stipendien für die Milizkräfte bereitstellen möchte.

Neben der Verkürzung des Bundesheeres setzt sich die Junge ÖVP ebenfalls für die Gleichstellung des Zivildienstes und des Bundesheeres ein. "Die schrittweise Angleichung der Dienstdauer auf sechs Monate soll nur ein Zeichen sein, dass der Zivildienst nicht länger als Ersatzdienst angesehen wird", so Fuhrmann, die sich für diese Maßnahme auch deshalb ausspricht, "weil es angesichts der demografischen Entwicklung wichtig ist, dass genügend Zivildiener für die wichtigen Aufgaben im Pflege- und Sozialbereich zur Verfügung stehen".

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