Literatur-Jungstar legt mit Uraufführung von "Aachen. Ein Stück Geschichte" in der Freien Bühne Wieden zweite dramatische Arbeit und ein Skandalstück vor

Wien (OTS) - Vorspann: Poppmeiers Skandalstück "Aachen. Ein Stück Geschichte." klagt Bundespräsident und Rechtssystem an: "verhält sich wie ehrloser Lump", Österreichs Kardinäle, Rechtssystem und Höchst-und Verfassungsrichter "..Judikantenstadeln...": Uraufführung am 24. April 2004, Freie Bühne Wieden

Betreff: Österreich. Bühnen-Jungstar Peter Poppmeier liefert beinharte Abrechnung mit Rechtsbeugung, Verlogenheit, Mitläufertum und Doppelbödigkeit Österreichs und seiner Repräsentanten. Uraufführung von "Aachen" in Freier Bühne Wieden deckt Skandal auf:
Menschenrechtserklärungen verkommen in diesem Lande zu Lippenbekenntnissen, wenn es um Minderheiten geht - bloßgelegt am Beispiel von gleichgeschlechtlich liebenden Männern. Geht es um Schwule, setzt das Parlament den Gleichheitssatz außer Kraft und vorenthält - wie auch die Höchstrichter - selbstverständliche Grundrechte wie das Recht auf Menschenwürde und Selbstbestimmung mit unwahrscheinlicher Perfidie.

Österreichische Theatertradition: Nichts ist so absurd wie die Realität
Nichts ist so absurd wie die Realität: In dem Sinne kann die Theaterfarce aus dem Vollen schöpfen und steht in guter österreichischer Theatertradition. Zwischen absurdem Theater, bernhardscher Schimpfgewalt, Raimundschem Zaubermärchen und nestroyeskem Sarkasmus und Wortwitz angesiedelt legt Poppmeier unaufgeregt den Finger auf die Wunden der österreichische Lebenslüge einer Gemütlichkeit; gezeigt an den Verhandlungen zu Gesetzen und Strafurteilen.

Geht es um Schwule, scheint jedes Grundrecht außer Kraft gesetzt. Dabei geht es nicht nur um Recht, um des Rechts willen. Poppmeier zeigt, dass Menschenleben auf dem Spiel stehen; wenn sich Personen, die für Gnade stehen wie das Staatsoberhaupt oder für Gerechtigkeit und Menschenrechte wie der oberste Verfassungsrichter sich zu Bütteln dumpfer, kleinbürgerlicher, rülpsender Vorurteile machen. Gleichsam mit dem Skalpell legt Poppmeier die Verbindungslinie von allgemeiner kleinkarierter und menschenverachtender Stimmung hin zur Selbstvernichtung junger Schwuler: "Haupttodesursache homosexueller Jugendlicher ist Selbstmord", lässt der Autor den Hauptdarsteller Ernst über den Dächern Wiens sagen und fragt, ob deren Leben von der Staatsgewalt zu schützen und zu bewahren auch als Rechtsgut nicht eben so viel wert wäre, wie jene Rechtsgüter, mit denen die Repräsentanten des offiziellen Österreich ihren mittelalterlichen Hexenwahn larvieren. Rechtstheoretisch gesprochen: Der Rechtspositivismus versagt als Haltung in Sache Gerechtigkeit

Das Buch zum Stück
Neben der dramatischen Fassung hat Peter Poppmeier unter demselben Titel ein Buch herausgebracht. Es enthält eine Dokumentation des "making of", den dramatischen Text samt einer anthropologischen Analyse und einer historischen, philosophischen und juristischen Dokumentation der Problematik.

Zur Person
Peter Poppmeier ist Senkrechtstarter der österreichischen Literaturszene. Entdeckt vom Doyen der österreichischen Theater- und Kulturwelt, Theaterprinzipal Gerald Szyszkowitz, und "Spürhund" für Uraufführungen und junge Talente feierte Poppmeier im Februar 2004 mit "Die Undankbaren" einen sensationellen Erfolg und über Wochen ein volles Haus. Peter Poppmeier kommt aus Graz, besuchte das Sacre Coeur, studierte in der Murmetropole Jus und entstammt einer wohlbekannten Kaufmannsfamilie. Derzeit praktiziert er als Anwalt in Wien und widmet sich der Schriftstellerei.

Informationen
Uraufführung am Samstag 24. April 2004, 20 Uhr, Freie Bühnen Wieden, Wiedner Hauptstraße 60b, 1040 Wien, 0664/3723272, www.theaterfabrik.at; weiteres Info-Material, Textfassung und Pressefotos unter www.leisurecommunication.at/aachen . Unter der Regie von Artur Ortens spielen Rafael Hilpert, Michael Schusser, Birgit Schraffl, Ingrid Beil und die Tanzbuben in einer Choreographie von Clara Anzenbacher in einer Ausstattung von Roberto Mariano im Lichtdesign von Sabine Wiesenbauer. Assistenz hat Peter Beil, die Technik verantwortet Alfred Beil. Photos Rolf Bock, Patrick Schaller, Produktionsleitung von Isabella Lotschak. Promotions: leisure communication, MAZ: Ricero-Film, Aufführungsrechte: PeroVerlag. Folgevorstellungen finden außer Sonntag, Montag und 1.Mai täglich bis 15. Mai 2004 um 20 Uhr statt; Karten zum Einheitspreis von Euro25, (Studenten, Militär, Zivis, Senioren und Behinderte mit Ausweis zahlen nur Euro10) unter www.culturall.com, per e-mail aachen@aon.at, telephonisch unter 0664/3723272.
Pressefotos und weitere Informationen unter www.leisurecommunication.at/aachen ; www.theaterfabrik.at; www.aachen.at , www.literaturbetrieb.net .

Das Buch zum Stück:
Neben einem making of enthält das Buch "Aachen. Ein Stück Geschichte." den dramatischen Text der Uraufführung. Darüber hinaus beleuchtet der studierte Jurist Peter Poppmeier die anthropologische Seite des Problems der Verfolgung gleichgeschlechtlich Liebender, namentlich von homosexuellen Männern. Das Buch bietet eine Synopse psychologischer, historischer, glaubensgeschichtlicher, politischer und juristischer Aspekte der Schwulenverfolgung im christlichen Abendland über die Verfolgung in Hitlers NS-Regime bis heute in Österreich und in den USA. Dem Autor gelingt eine allgemein gültige Darstellung der Sündenbockstrategien über die Frage der Schwulenverfolgung hinaus. Das macht das Werk empfehlenswert und wichtig. Peter Poppmeier verfängt sich nicht in der Endlosschleife eines Schwulen-Lamentos, sondern zeichnet das paradigmatisch Einzelne in allgemeiner Relevanz.
Peter Poppmeier, Aachen.Ein Stück Geschichte. Erschienen im PPV, 368 Seiten, gebunden davon 16 Seiten Bilder (s/w), Hardcover mit Farbumschlag, Preis 19,90 (A), 19,35 (D), sfr 11,60 (CH). Bezug über den wohlsortierten Buchhandel ISBN 3-9501867-0-0.; www.literaturbetrieb, www.theaterfabrik.at, www.aachen.at

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