GLB: Emanzipatorisches Programm gegen FSG-Vormacht

Forderungen für eine menschengerechte Arbeitsgesellschaft, ÖBB-Arbeitskampf und Ausbau der Frauenrechte waren die zentralen Themen einer GLB-Pressekonferenz

Wien (OTS) - Im Rahmen dieses Pressegesprächs präsentierte der Gewerkschaftliche LinksBlock (GLB) kürzlich sein politisches Programm für die Wahl zum Wiener Arbeiterkammertag.

Primäres Ziel sei es, das bestehende AK-Mandat auszubauen und eventuell ein zweites Mandat hinzu zu gewinnen, erklärte Beatrix Todter, Spitzenkandidatin des GLB Wien.

Bei dieser Wahl gehe es auch darum, gegen die hegemoniale Vormachtstellung der Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter (FSG) explizit linke, demokratische und emanzipatorische Positionen und Forderungen in Stellung zu bringen:

Existenzsichernde Arbeit für alle, Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, steuerfreier Mindestlohn von 1.100 Euro, Ausbau des Arbeitsrechtes, Verankerung des öffentlichen Eigentums in der Verfassung, Umverteilung von Reich zu Arm, Einführung einer Wertschöpfungsabgabe und gleiche Rechte für alle in Österreich lebenden Menschen - so lauten die zentralen Forderungen des GLB Wien.

Ernst Wieser, Bundessekretär des GLB-Eisenbahn, kritisierte, dass das kürzlich zwischen dem ÖBB-Vorstand und der Gewerkschaft paktierte Verhandlungsergebnis zur ÖBB-Dienstrechtsreform den Beschäftigten gerade einmal die Wahl zwischen "Pest und Cholera" lasse. Dennoch werde der GLB für die GDE-Urabstimmung keine Empfehlung abgeben, um dieses demokratische Instrument nicht zu konterkarieren. Beharre die Regierung jedoch auf ihren Zerschlagungsplänen, werde es zu "einem langen Arbeitskampf" kommen, der sich nicht in drei Streiktagen erschöpfen könne.

Liliane Stadler, GLB-Frauensprecherin, forderte massive Verbesserungen der Position der Frau in allen Bereichen der Gesellschaft. Immer noch dominiere das patriarchale System, gegen das der GLB ein fundamentales emanzipatorisches Reformkonzept in Stellung gebracht habe.

Das konservative Frauenbild jedenfalls, das die Kandidatin zur BundespräsidentIn-Wahl verkörpere, stehe in scharfem, neoliberalem Kontrast zum Rollenverständnis des GLB.

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