GPA zur Reform der Forschungsförderung: Strukturreform allein bedeutet noch keine Verbesserung

GPA wird sich massiv für die Interessen der betroffenen Beschäftigten einsetzen

Wien (GPA/ÖGB). (OTS) - "Die im heutigen Reformdialog der Bundesregierung verkündete Strukturreform der Forschungsförderung bedeutet nicht automatisch, dass sich die Rahmenbedingungen für Forschung verbessern, wenn nicht gleichzeitig die notwendigen Mittel dauerhaft zur Verfügung gestellt werden", erklärt der Geschäftsbereichsleiter der GPA Karl Proyer anlässlich der heute von der Regierung präsentierten Reformvorhaben.++++

Durch die Schaffung einer GmbH und die geplante Bestellung der Aufsichtsräte sowie der Geschäftsführung durch die Bundesregierung sieht die GPA die Gefahr einer politischen Einflussnahme auf die Vergabe der Forschungsförderungsmittel. "Die Vergabeautonomie der neu geschaffenen Forschungsförderungsgesellschaft muss gesichert werden ", so Proyer.

"Am Beispiel der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) hat sich gezeigt, dass Umstrukturierungen allein noch kein Garant für eine Verbesserung sind. Auch im Bereich der Forschungsförderung entsteht der Eindruck, dass es der Regierung primär um die Versorgung von Personen im parteipolitischen Interesse geht und nicht um die qualitative Verbesserung der Rahmenbedingungen."

"Uns geht es primär darum, dass Forschung gesellschaftsrelevante Themen aufgreift und zur Problemlösung beiträgt. Dazu braucht sie ein Höchstmaß an Autonomie und optimale Rahmenbedingungen für die Beschäftigten, aber keine politische Vereinnahmung. Die GPA wird sich massiv für die Interessen der von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten einsetzen, die bereits im Vorfeld der Umstrukturierung ihre Sorgen und Bedenken gegenüber der Gewerkschaft artikuliert haben", erklärt DI Andrea Rainer, in der GPA für den Wirtschaftsbereich Forschung zuständig.

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ÖGB, 15. April 2004 Nr. 252

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