Bartenstein: Forschung, Technologie und Entwicklung sichern Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich

Ausgabenanteil dieses Bereiches soll bis 2006 auf 2,6% des BIP angehoben werden

Wien (BMWA-OTS) - "Investitionen in Forschung, Technologie und Entwicklung (FTE) sind Investitionen in die Zukunft des Wirtschafts-und Arbeitsstandortes Österreich", erklärte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute in der Wiener Hofburg beim Reformdialog der Bundesregierung, und setzte fort: "Forschung und Entwicklung sind daher ein besonderes Anliegen dieser Bundesregierung, die die Aufwendungen dafür im Jahr 2002 mit 1,4 Milliarden Euro um 7,3% gegenüber 2001 und um 19% gegenüber dem Jahr 2000 gesteigert hat. Ziel ist es, den Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis 2006 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anzuheben."

Die Zahl der im mittleren und höheren Technologiebereich Beschäftigten werde von rund 185.000 des Jahres 2003 weiter steigen, weil ja gerade die Technologie-intensive Produktion dabei ist, die arbeitsintensive abzulösen, führte Bartenstein weiter aus. Das bedeute aber ein Mehr an hoch qualifizierten Arbeitsplätzen mit entsprechendem Ausbildungsniveau.

Verbesserung der Wettbewerbssituation

Wichtig sei es, so der Minister weiter, entsprechende Rahmenbedingungen für die Ansiedlung weiterer Technologie-orientierter Betriebe und Anreize für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu geben. Mit der Senkung der Körperschaftssteuer von 34% auf 25%, dem Forschungsfreibetrag von 25% und der Forschungsprämie hat die Bundesregierung Österreich zu einem der attraktivsten Standorte in Europa gemacht. Alleine die Erhöhung des Forschungsfreibetrags und der Forschungsprämie bedeute eine Investition in FTE von rund 100 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Als konkrete Folge dieser Bemühungen kann die Austrian Business Agency für das erste Quartal 2004 einen Anstieg der Erstanfragen um 77 % auf knapp 900 melden.

Forschungsförderungsgesellschaft als Anlaufstelle für wirtschaftsnahe Forschungsförderung und -beratung

Als eine zentrale Anlaufstelle, ein "One-Stop-Shop" für wirtschaftsnahe Forschungsförderung und -beratung werde in Zukunft die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) agieren und die die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen von der industriellen Grundlagenforschung bis zur innovativen Entwicklung, zu Transfer und internationalen Kooperationen fördern, kündigte Bartenstein an. Der Minister erwartet sich durch die FFG einen optimalen Einsatz der Förderinstrumente und die Erreichung einer mindestkritischen Größe im internationalen Vergleich. Weiters könnten Synergiepotenziale zwischen Fördre- und Intermediärinstitutionen genützt werden.

Mit der FFG werde abgesehen von der strukturellen Reform auch die mittelfristige Finanz-Planungssicherheit gesteigert, so Bartenstein weiter. Vorgesehen sei mit der FFG eine Steigerung der Mittel um 50% vom Stand 2003 auf Stand 2006, die zu mehr als der Hälfte dem Forschungsförderungsfonds zugute kommen sollen. Bartenstein ist nach ersten Berechnungen sicher, dass in den Jahren 2004 bis 2006 insgesamt rund 280 Millionen Euro mehr über die FFG der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden können als bei einer einfachen Fortschreibung des Budgets.

Nationalstiftung für FTE bringt Planungssicherheit für nachhaltige Finanzierung

Die Nationalstiftung für FTE ist für Bartenstein ein großer Wurf, der für die Planungssicherheit einer nachhaltigen Finanzierung von Forschungsvorhaben sorgt. Sie werde strategisch auf mittel- und langfristige Zielsetzungen der Forschungs- und Technologiepolitik ausgerichtet und sich an hoher Qualität orientieren. Ein optimales Zusammenwirken von Nationalstiftungsmitteln - rund 300 Millionen Euro bis 2006 - mit den F&E Offensivemitteln in Höhe von 600 Millionen Euro für den selben Zeitraum wird durch die beratenden Vertreter des Rates für FTE im Stiftungsrat gewährleistet. Bartenstein sieht transparente und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse zur Schwerpunktsetzung gesichert.

"Statt 26,2 Millionen Euro, die 2003 aus dem Jubiläumsfonds für den Forschungsförderungsfonds zur Verfügung gestellt wurden, werden in diesem Jahr aus der Nationalstiftung für FTE rund 45 Millionen Euro für den FFF bereitgestellt. Das entspricht einer Steigerung von rund 70%", machte Bartenstein die Bedeutung der Reform deutlich.

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