Niederwieser zu Reformdialog Forschung: Großes Kaffeehäferl am Goldenen Band für die Statistik Austria

Wien (SK) "Das Große Kaffeehäferl für besonders gutes Kaffeesudlesen verdient sich die Statistik Austria mit der punktgenauen Veröffentlichung 'revidierter Prognosen' anlässlich des heute von der Bundesregierung zelebrierten Reformdialogs." Diese Kritik kommt von SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser, der weiter erklärt: "Es ist schon auffällig, dass im Herbst 2003 in allen offiziellen Publikationen noch eine Forschungsquote von 1,96 Prozent für 2003 angenommen wird und dann plötzlich aufgrund neuer Erhebungen daraus 2,19 Prozent werden, was immerhin ein Mehr von einer halben Milliarde Euro ausmacht. Welchen Grund - außer einem feschen Finanzminister -sollte es dafür geben, dass die Unternehmen derart überproportional in Forschung investieren?", so Niederwieser Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Für den SPÖ-Bildungssprecher ist auch befremdlich, dass die Statistik Austria zwar nicht imstande ist, die seit einem halben Jahr überfällige Schulstatistik für das Schuljahr 2002/2003 zu erstellen -"vielleicht, damit man die Personalkürzungen bei den Lehrern nicht sieht" -, dass sie aber sehr wohl eine neue und aufwändige 'Prognose' für 2003 und 2004 im Bereich der Forschung erstellen kann.

Von den angekündigten Maßnahmen kritisiert Niederwieser vor allem die geplante politische Einflussnahme auf den Wissenschaftsfonds: "Es ist international üblich, dass die Grundlagenforschung und die Finanzierung der universitären Forschung von ihrer Entscheidungsstruktur den WissenschafterInnen überlassen bleibt. Künftig werden das Infrastrukturministerium und das Bildungsministerium mit parteipolitischen Besetzungen wie bei den Universitätsräten die sachliche Arbeit mit Sicherheit eher behindern als fördern." Besonders enttäuscht zeigte sich der SPÖ-Bildungssprecher und langjährige Wissenschaftssprecher dabei von Ministerin Gehrer: "Dass sie als Wissenschaftsministerin der FPÖ dermaßen kampflos das Feld der Forschung überlässt, tut weh", so Niederwieser abschließend. (Schluss) cs

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