VP-Pfeiffer: Unvorstellbare Abrechnungslücken bei WIEN ENERGIE

Kontrollamt deckt Mängel in Millionenhöhe auf

Wien (VP-Klub): "Jede Privatfirma mit einem vergleichbaren Leistungsverrechnungssystem müsste nicht nur eingehen, sondern sich dabei auch dem Vorwurf der Verantwortungslosigkeit gegenüber sehen", meldet sich heute der VP-Gemeinderat, LAbg. Gerhard Pfeiffer, zu einem Bericht des Kontrollamtes über nicht verrechnete und nicht abgerechnete Stromlieferleistungen der ehemaligen WIENSTROM, jetzt WIEN ENERGIE, zu Wort.

In den Jahren 1999 bis 2003 wurden Stromlieferungen im Ausmaß von zwischen 26 und 56 Prozent der Gesamterlöse zwar geleistet und auch abgelesen, aber nicht zur Verrechnung gebracht, weil die Organisationsstrukturen und Abrechnungsprogramme nicht rechtzeitig umgestellt werden konnten.

Das Kontrollamt beziffert die Höhe der entgangenen Zinsen allein für das Jahr 2001 mit 1,4 Mio. EUR. Eine solche Untersuchung darüber wurde von WIENSTROM nicht einmal vorgenommen.

Pfeiffer: "Anscheinend ist es für die verantwortlichen und hoch bezahlten Manager gar nicht interessant, wie viel Geld durch ungeeignete Verrechnungssysteme und zu spät geplante Organisationsänderungen bei Vertragsgestaltungen und Ablesesystemen den Bach hinunter geht, solange man das alles sowieso über Tarife den Endverbrauchern anlasten kann. Unter diesem Aspekt sind vermutlich auch die enormen Tariferhöhungen der letzten beiden Jahre in anderen Bereichen der Stadt zu erklären."

Dass das neue Abrechnungssystem, welches nun endlich eingeführt wurde, 14,87 Mio. EUR verschlang, ist nur ein zusätzliches Indiz dafür, wie "sorgfältig" mit dem Geld der Kunden und Steuerzahler umgegangen werde, so Pfeiffer abschließend.

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