Schüssel: Österreich ist attraktiver Forschungsstandort

Heute fand der vierte Reformdialog zu Forschung und Technologieentwicklung in der Hofburg statt

Wien (OTS) - Unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel fand heute in der Hofburg der insgesamt vierte Reformdialog zum Thema "Forschung und Technologieentwicklung" statt. "Forschung und Technologieentwicklung gehören zu den wichtigsten strategischen Fragestellungen, mit denen wir uns gemeinsam auseinander zusetzen haben", so Schüssel. Als besonders erfreulich hob der Bundeskanzler die heute von der Statistik Austria bekannt gegebene aktuelle Forschungsquote hervor. "2,19% im Jahr 2003 und die prognostizierten 2,27% für 2004 zeigen, dass wir in diesem Bereich wirklich gut unterwegs sind", betonte Schüssel. In Österreich gibt es rund 2000 Unternehmen, die explizit Forschungsarbeit leisten. Auch diese Zahl sei in den letzten Jahren um 25% gestiegen, so der Bundeskanzler. "Das ist ein ermutigendes Signal für die Zukunft Österreichs als attraktiver Forschungsstandort", betonte Schüssel. "In einer Zeit, in der viele europäische Länder gerade mühsam ihren BIP-Anteil an den Forschungsausgaben halten können, wie etwa Deutschland oder die Schweiz, oder der Anteil in einigen Ländern, wie etwa Frankreich, Niederlande und Irland, sogar sinkt, haben wir in Österreich einen anderen Kurs eingeschlagen", so Schüssel weiter.

Als konkrete Ergebnisse der vorangegangenen Reformdialoge nannte Schüssel die Gründung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, die Bereitstellung von zusätzlichen Forschungsmittel von 500 Millionen Euro und später weiteren 600 Millionen Euro, sowie die Einrichtung einer Nationalstiftung für die Finanzierung von Forschungsprojekten. Ebenso seien attraktive steuerliche Anreize im Forschungsbereich gesetzt worden, so Schüssel und nannte den Forschungsfreibetrag von 25% und die Forschungsprämie von 8%. "Damit ist Österreich zu einem der attraktivsten steuerlichen Standorte für Forschung in Europa geworden", betonte Schüssel." Durch die Senkung der Körperschaftssteuer auf 25% und die Einführung der Gruppenbesteuerung ab dem Jahr 2005 werde sich die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Österreich für internationale Unternehmen weiter erhöhen, so Schüssel.

"Es zeigt sich, dass bereits auch in der Wirtschaft positive Signale zu verzeichnen sind. Durch die Ansiedlung von internationalen Unternehmen, wie etwa das Baxter Forschungszentrum, Infineon, Sandoz und Boehringer-Ingelheim in Österreich, konnten bereits über 3000 Arbeitsplätze geschaffen werden", so der Bundeskanzler. "Bei all diesen Beispielen konnten wir uns gegen andere Standorte wie beispielsweise Deutschland und Singapur durchsetzen. Das zeigt, dass die Unternehmen in Österreich ein gutes universitäres und politisches Umfeld sowie hochausgebildete Fachkräfte vorfinden", so Schüssel.

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