Preiskampf bei Autoreparaturen: Waldviertel schlägt Baden

AKNÖ: Preisunterschiede bei Mechanikerwerkstätten in Niederösterreich betragen bis zu 180%

Wien (AKNÖ) - Im "weiten Land" Niederösterreich kommt kaum jemand ohne fahrbaren Untersatz aus.
Wer an seinem Auto eine Reparatur vornehmen lassen muss, sollte sich allerdings genau überlegen, welches Unternehmen damit beauftragt wird, denn die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Reparaturwerkstätten sind beträchtlich.
Die AKNÖ hat in 203 niederösterreichischen Autowerkstätten die Preise für eine Stunde Arbeitszeit inklusive Mehrwertsteuer ermittelt, und sie musste dabei feststellen: Zwischen Haugschlag und Hochneukirchen gibt es enorme Differenzen in der Preisgestaltung. Dies betrifft sowohl den Stundensatz der Kfz-Mechaniker als auch den der -Spengler und -Lackierer.
AKNÖ-Konsumentenschützerin Susanne Stejskal rät daher allen Autobesitzern: "Bringen Sie Ihr Auto nicht einfach in die nächstgelegene Werkstätte, sondern nehmen Sie sich die Zeit für einen Preisvergleich - der lohnt sich immer."
Am preisgünstigsten, so fand die AKNÖ heraus, ist die Arbeitszeit bei einem Betrieb im Bezirk Gmünd. Dort bezahlt man für eine Stunde Arbeitsleistung eines Mechanikers oder Kfz-Spenglers nur 36 Euro. Auch im Bezirk Waidhofen / Thaya sind die Preise mit 42 bzw. 45 Euro in einigen Betrieben sehr moderat.
Die teuerste Kfz-Arbeitsstunde Niederösterreichs wurde bei einem Spengler und Lackierer in Baden ermittelt: Für 60 Minuten Arbeitsleistung werden hier ganze 100,80 Euro verrechnet. Der billigste Mechaniker in Baden verrechnet immerhin 52,32 Euro, der billigste Spengler 60 Euro und der billigste Lackierer 80 Euro.
Ein Preisvergleich zwischen Baden und Gmünd bzw. Waidhofen an der Thaya ergibt folgendes: Die Tarife für eine Lackiererstunde sind in Baden um bis zu 124 Prozent teurer als in Gmünd und Waidhofen, die der Mechanikerstunde um bis zu 153,33 Prozent, und für die einstündige Arbeit eines Autospenglers zahlt man in Baden sogar um bis zu 180 Prozent mehr als im nordwestlichen Waldviertel. Das ist mehr als doppelt so teuer. "Unter solchen Umständen sind die Niederösterreicher aufgerufen, besonders kritisch auf die Preise zu achten", warnt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Konsumentenschützerin Stejskal ergänzt zur Erhebung: "Die angegebenen Zahlen lassen keinerlei Rückschlüsse auf die tatsächliche Qualität der Arbeit zu. Ein hoher Tarif bedeutet noch lange nicht, dass die Arbeit auch qualitativ hochwertig ausgeführt wird. Umgekehrt kann ein sehr preisgünstiges Angebot durchaus für qualitativ anspruchsvolle Arbeit stehen."

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