Österreichische Milchquoten wurden 2003/04 um rund 92.000 t überliefert

AMA: Zusatzabgabe von knapp EUR 33 Mio. oder 20 Cent je kg Überlieferung fällig

Wien (AIZ) - Die österreichischen Milchbauern haben im Ende März abgelaufenen Quotenjahr 2003/04 ihre Molkerei-Anlieferungsquoten um 92.397 t überschritten. Diese Überlieferung hat eine Zusatzabgabe von EUR 32,9 Mio. zur Folge, die an Brüssel abzuführen ist. Jene Milchbauern, die ihre Quoten überschritten haben, müssen mit einer Zusatzabgabenbelastung von rund 20 Cent je kg überlieferter Milch rechnen. Dies geht aus den vorläufigen Abschluss-Ergebnissen der Agrarmarkt Austria zum Milchquotenjahr 2003/04 hervor.

Wie berichtet, stand in Österreich für das Quotenjahr 2003/2004 (Anfang April bis Ende März) eine Anlieferungs-Garantiemenge von 2,624.105 t zur Verfügung. Ein Teil der im Vorjahr durchgeführten Umwandlungen von D-Quoten (für die Direktvermarktung) in Anlieferungs-Referenzmengen war nur befristet. Diese Mengen standen daher erst nach neuerlicher Antragstellung und Genehmigung wieder zur Verfügung. Insgesamt sind dafür 6.867 Anträge gestellt worden. Davon wurden bisher 6.636 mit einer Menge von 24.340 t bescheidmäßig erledigt. Die AMA geht daher in ihren Berechnungen von einer gesamten verfügbaren Anlieferungs-Referenzmenge von rund 2,641.500 t aus.

Steigender Fettgehalt trug zu Überlieferung bei

Im abgelaufenen Quotenjahr wurden 2,650.242 t Milch an die Molkereien geliefert. Während in den ersten Monaten - bis Oktober 2003 - das Anlieferungsniveau des Vorjahres meist unterschritten wurde, lagen die Mengen in den Wintermonaten über der Vorjahreslinie. Ausschlaggebend für die Überlieferung war auch der steigende Fettgehalt der Milch, er lag im Schnitt bei 4,20%. Der für die Quote repräsentative Fettgehalt der Garantiemenge beträgt aber nur 4,03%. Die Anlieferung musste daher um einen Korrekturfaktor von 1,0306 erhöht werden, so dass sich eine (mit der A-Quote vergleichbare) fettkorrigierte Anlieferung von 2,733.897 t ergibt. Gegenüber der verfügbaren Referenzmenge von 2,641.500 t kam es damit zu einer saldierten Überlieferung von 92.397 t. Nachdem die Zusatzabgabe von der EU mit EUR 0,35627/kg Milch festgelegt wurde, resultiert daraus eine gesamte Abgabe von EUR 32,9 Mio.

Einzelbetriebliche Unterlieferung macht 66.000 t aus

Die Zusatzabgaben-Belastung je kg überlieferter Milch reduziert sich allerdings dadurch, dass eine Reihe von Landwirten ihre Quoten nicht ausnützt. Die Summe dieser einzelbetrieblichen Unterlieferungen wird von der AMA mit 66.000 t berechnet. Die nationale Reserve von 5.000 t wird hier ebenfalls berücksichtigt, so dass an nicht genützten Anlieferungs-Referenzmengen voraussichtlich 71.000 t zur Verfügung stehen. Auf Grund dieser Mengen reduziert sich die durchschnittliche Zusatzabgaben-Belastung je kg überlieferter Milch auf rund 20 Cent.

Dieses vorläufige Ergebnis kann sich auf Grund der endgültigen Daten noch geringfügig um plus/minus 1 Cent pro kg ändern, betont die AMA. Die endgültigen Ergebnisse für das Quotenjahr 2003/04 werden voraussichtlich Mitte Juni mitgeteilt.
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