Prominente Lesben, Schwule und FreundInnen unterstützen Heinz Fischer!

"Präsidenten-Talk" in der Aids-Hilfe Wien - Tolar, Beck und Wahala diskutieren über die Präsidentschaftskandidaten - Beck: "Fischer als Bundespräsident wäre eine echte Unterstützung"

Wien (SK) Unter dem Titel "Präsidenten-Talk" lud die SPÖ-Mariahilf gestern Abend ins Haus der AIDS-Hilfe Wien zu einer Diskussion über die Bewertung der PräsidentschaftskandidatInnen aus LesBiSchwuler Sicht mit Günter Tolar (Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo), Dennis Beck (Obmann der Aids Hilfe Wien) und Johannes Wahala (Präsident der österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung und Leiter der LesBiSchwulen Beratungsstelle Courage). ****

Günter Tolar und Johannes Wahala sind ebenso im überparteilichen Unterstützungskomitee für Heinz Fischer wie Heide Schmidt, Johanna Dohnal, Life-Ball-Vater Gery Keszler, Christian Högl (HOSI-Wien-Obmann), Ulrike Glachs (HOSI-Linz-Obfrau), Heinz Schubert (Obmann der steirischen Homosexuellenorganisation RosaLila PantherInnen), Mike Grätzner (offen schwuler LIF-Bezirksrat aus Wien-Mariahilf), Rudolf Fussi (Initiator des Abfangjäger-Volksbegehrens), Rainer Bartel (Ökonom und HOSI-Linz-Aktivist) oder Jutta Zalud (Präsidentin der LesBiSchwulen Internetplattform Rainbow.Online).

Günter Tolar eröffnete die Diskussion mit der Feststellung:
"Ich tue mir als Schwuler nicht schwer, für Heinz Fischer und vor allem auch gegen Frau Ferrero-Waldner zu sein, denn immerhin vertritt Frau Ferrero in unserer Frage den katholischen Standpunkt, und das heißt sie ist gegen Gleichberechtigung und für Diskriminierung. Umso mehr freut es mich, dass am Podium mit Dennis Beck und Johannes Wahala auch zwei Schwulenvertreter sitzen, die der SPÖ nicht so nahe stehen wie ich, die aber ebenfalls Heinz Fischer unterstützen."

Dennis Beck betonte, "dass sich die Aids-Hilfe natürlich nicht in die Parteipolitik einmischt, aber im Zuge dieses Persönlichkeitswahlkampfes ist eben nur vom Büro Heinz Fischers eine Anfrage für so eine Veranstaltung gekommen, und das ist wahrscheinlich auch kein Zufall. Das Aids-Hilfe Haus steht für Toleranz und Menschlichkeit - beide Werte werden von Heinz Fischer gelebt". Beck ergänzte: "Wenn ich im Internet nach Aussagen von Frau Ferrero zu Lesben und Schwulen suche, finde ich auf drei Seiten nur kritische Einträge. Mache ich das Gleiche mit Heinz Fischer, finde ich zig Seiten mit seinen bisherigen Aussagen, mit denen er unsere Anliegen seit Jahren unterstützt und sich für unsere Menschenrechte ausspricht. Das heißt, Heinz Fischer steht für ein Welt- und Menschenbild, das die Aids-Hilfe, die Homosexuelleninitiative HOSI oder die RosaLila Villa fördert. Diesen Mann als Bundespräsidenten zu haben wäre für uns eine echte Unterstützung."

Johannes Wahala stellte fest: "Ich bin hier erstmals in meinem Leben einem Unterstützungskomitee beigetreten. Als die Anfrage zum Beitritt kam, war das für mich aber sonnenklar, weil ich Heinz Fischer als eine der integrativsten Persönlichkeiten unseres Landes schätze. Ich kenne Fischer schon aus meiner Zeit als Studentenvertreter, und schon damals hatte er als Wissenschaftsminister Handschlagqualität: Heinz Fischer hat gehalten, was er versprochen hat."

Wahala führte aus: "Wenn Frau Ferrero im 'Mittagsjournal' zuerst die Aussage zu unseren Anliegen verweigert und am nächsten Tag in der ORF-'Pressestunde' ihren katholischen Standpunkt betont, dann kann ich als Priester nur sagen, was dieser katholische Standpunkt bedeutet." Wahala verwies auf den Weltkatechismus, in dem es heißt "Homosexuelle müssen keusch leben ... Homosexuelle sind wider die Natur, weil sie keine Möglichkeit zur Fortpflanzung haben." Dazu erklärte Wahala: "Gerade in der Beratungsstelle Courage erleben wir tagtäglich, in welchen massiven inneren Konflikt die Haltung der katholischen Kirche Homosexuelle bringt - oftmals sogar in akute Selbstmordgefahr. Menschen in solch einen Gewissenskonflikt zu führen, das kann man nicht unterstützen, das ist einer humanitären Gesellschaft nicht würdig."

Im Gegensatz dazu sei Heinz Fischer dem Unterstützungskomitee von Courage beigetreten, berichtete Wahala, der betonte: "Fischer setzt sich seit Jahren klar für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen ein. Er setzt damit ein Zeichen, und er ist fähig, zwischen Staat und Kirche zu unterscheiden. Heinz Fischer ist ein Garant für gelebte Solidarität und Gleichstellung!" Auf die Publikumsfrage, warum Heinz Fischer zwar die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften unterstütze, nicht aber eine "Ehe" für Homosexuelle fordere, antwortete Wahala: "Der Ehe-Begriff ist gerade im katholisch geprägten Österreich sehr gefährlich und führt nur zu unsachlichen Vermischungen zwischen der staatlichen Zivilehe des bürgerlichen Gesetzbuches und dem katholischen Ehe-Sakrament. Darum ist Heinz Fischers Standpunkt, eine Eingetragene Partnerschaft zu befürworten, sehr gut überlegt und entspricht auch dem, was wir Lesben- und Schwulenvertreter fordern - denn uns geht es nicht um den Begriff Ehe, sondern vor allem um Rechte und Pflichten."

Hinweis: Die Initiative "Lesben, Schwule und FreundInnen für Heinz Fischer" hat eine eigene Homepage eingerichtet, auf der alle prominenten UnterstützerInnen von Heinz Fischer aus dem LesBiSchwulen Bereich ebenso zu Wort kommen wie Heinz Fischer selbst. Daneben findet sich dort ein Vergleich mit seiner Mitbewerberin aus LesBiSchwuler Sicht - www.soho.or.at/heinzfischer (Schluss) wf/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003