Prets präsentiert EU-Ausstellung: Wien als kulturelles Zentrum eines größeren Europas

Wien (SK) "Kunst und Kultur muss uns mahnen und den richtigen Weg zeigen, sodass wir lernen, miteinander und nicht nebeneinander, oder gar gegeneinander, zu arbeiten und zu leben", sagte SP-EU-Abgeordnete Christa Prets, als sie am Mittwoch die Ergebnisse des Zweiten Internationalen Workshops mit KünstlerInnen aus den EU-Kandidatenländern und den angrenzenden Regionen Österreichs präsentierte. "Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass Wien ein kulturelles Zentrum im zukünftigen Europa sein soll", zeigte sich der Wiener Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, Andreas Mailath-Pokorny, überzeugt, der die Vernissage "EU-weit-er-weiterung" eröffnete. Die Exponate der Ausstellung sind noch bis morgen einschließlich Freitag, dem 16. April, von jeweils 10 - 18 Uhr in der Volkshalle des Wiener Rathauses zu besichtigen. ****

"Manche vertreten die Meinung, dass die EU-Erweiterung zu schnell gehe und dass über die Köpfe hinweg entschieden werde", sagte Prets. Doch es werde seit Jahren erfolgreich an einem Friedensprojekt gearbeitet, an welchem viele Länder partizipieren können, rückte die Abgeordnete das Bild zurecht und betonte, dass das Friedensprojekt auch die primäre Aufgabe der EU sein müsse. Manchmal präsentiere die EU kein vereintes Bild und die einzelnen Länder würden verschiedene Richtungen einschlagen, wie es etwa im Irakkrieg der Fall gewesen wäre, so Prets weiter: "Wichtig ist, dass wir für Frieden in Europa und in der Welt eintreten." In diesem Zusammenhang seien Wahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt unabdingbar. Prets: "Wir brauchen Mechanismen die es erlauben, auch mit GATS und WTO Kultur und Kulturpolitik so gestalten zu können, wie wir es für richtig halten."

Abschließend wies Prets auf die Ausstellung "Europa Unterwegs" hin, die am 28. April in der Landesgalerie Eisenstadt eröffnet wird. KünstlerInnen aus "25 plus 2" Ländern werden dort bis 23. Mai zeitgenössische Kunst aus der Europäischen Union präsentieren.

Das Europa der Zukunft dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen, denn es sei die Vielfalt der Kultur und Sprache, die Europa so interessant mache und "das macht letztendlich auch die Stärke Europas aus", so Stadtrat Mailath-Pokorny. Europa bestehe aus vielen verschiedenen Kulturen, die oft "jahrzehntelange Konflikte" ausgetragen hätten, erinnerte der Stadtrat. Demnach sei es auch so wichtig, Friedensprojekte innerhalb der europäischen Einigung zu unterstützen. "Für Kulturpolitik muss wieder viel mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, denn Investitionen in Kultur sind genauso wichtig wie etwa in Biochemie", plädierte Mailath-Pokorny und kritisierte, dass Wien hier leider eine Ausnahme darstelle: "In den letzten Jahren sind die Ausgaben für Kultur in den Bundesländern gesunken." (Schluss) gg

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