"Hohlwege - Naturjuwele aus Menschenhand" am Samstag, 17.4. in ORF 2

Neue Ausgabe von "Erlebnis Österreich" in Langenlois präsentiert

St. Pölten (OTS) - In diesem "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Sendetermin: Samstag, 17. April 2004, 17.05 Uhr, ORF 2) stellt "Universum"-Filmer Dr. Kurt Mündl vor allem die "Spezialisten" aus dem Tier- und Pflanzenreich vor, die die Randzonen dieser Hohlwege bewohnen. Am Mittwochabend, 14. April, wurde die Dokumentation in Langenlois/Niederösterreich präsentiert.

"Hohlwege sind keine Hochglanz-Landschaft", sagte ORF Niederösterreich Landesdirektor Norbert Gollinger bei diesem Anlaß, aber: "Sie sind ein wertvoller Bestandteil der Kulturlandschaft. Und dieser Film soll zeigen, welch vielfältiges Leben in diesen Kleinräumen zu finden ist".

Jahrzehntelang wurde ihnen weder im In- noch im Ausland Beachtung geschenkt - heute aber stehen Hohlwege und Trockenräume im Blickpunkt des Naturschutzes. Das Land Niederösterreich hat im Rahmen eines europaweit einzigartigen Projekts schon vor rund zehn Jahren mit der Errichtung von Hohlwegreservaten und speziellen Lehrpfaden für Erwachsene und Schüler begonnen.

Warum das Land in besonderer Weise auf den Schutz dieser Hohlwege setzt? Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: "Um auf der einen Seite diese Naturschönheiten auch den nächsten Generationen erhalten zu können -und andererseits vielleicht auch mit dem einen oder anderen Hohlweg einen touristischen Effekt zu erzielen".

In Niederösterreich gibt es zahlreiche derartige naturbelassene "Inselgebiete", die eine hochinteressante, ja einmalige Fauna und Flora beherbergen. Sie sind bisher weitgehend unbekannt und werden in dieser Dokumentation, die durch alle Jahreszeiten führt, erstmals vorgestellt:

So brütet etwa der bunteste Vogel Österreichs, der Bienenfresser, in Abbruchstellen von Lehmwänden. Im gleichen Lebensraum finden sich auch die seltene Gottesanbeterin und die bizarre Sägeschrecke, zahlreiche Bläulingsarten, der Wiedehopf und der schnellfüßige Sandlaufkäfer. Besonders interessant ist der sogenannte Ameisenlöwe; ein Insekt, das im sandigen Boden trichterförmige Bauten errichtet, um damit Kleintiere zu fangen.

"Erlebnis Österreich" beschäftigt sich aber nicht nur mit den speziellen Tierarten, die in diesen Kleinwelten zuhause sind. Dokumentiert werden vielmehr auch die harmonisch gewachsenen Landschaftsformen der Trockenräume und Hohlwege, die oft mehrere Jahrhunderte alt sind.

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Mag. Michael Koch
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