WKÖ begrüßt die Einführung von Bildungsstandards

Hochhauser: Langjährige Forderung der Wirtschaft wird umgesetzt

Wien (PWK 249) - Die stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna-Maria Hochhauser, begrüßt das Anliegen der Bundesregierung die Schulentwicklung und Qualitätssicherung im Bildungsbereich zu stärken. "Mit dem Bekenntnis zur Einführung von Bildungsstandards heute im Ministerrat wird einer langjährigen, wichtigen Forderung der Wirtschaft nachgekommen", freut sich Hochhauser. "Eine gute Ausbildung ist für einen attraktiven Wirtschaftsstandort unerlässlich." Gerade im Hinblick auf die EU-Erweiterung, die schwierige Arbeitsmarkt- und Jugendbeschäftigungslage werde es immer wichtiger, die Jugendlichen optimal auf das Berufsleben und die Anforderungen, die in den Betrieben gestellt werden, vorzubereiten.

Die nun vereinbarte Erprobungsphase sichere gut evaluierte Bildungsstandards auf denen aufgebaut werden könne, und die gute Ergebnisse der verbindlichen Überprüfung ab 2008 garantieren sollen, bemerkt Hochhauser zum Zeitplan der Regierung. "Besonders wichtig sind uns die Standards nach der 8. und in weiterer Folge eventuell nach der 9. Schulstufe, da jedes Jahr rund 38.000 junge Menschen nach der Pflichtschule eine Lehre beginnen. Die Betriebe müssen sich auf ein bestimmtes Niveau eines Pflichtschulabsolventen verlassen können:
Grundkompetenzen wie Lesen, Rechnen und Schreiben müssen gesichert werden und bleiben."

Dafür sei nun ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt worden, weitere müssten allerdings folgen, so Hochhauser. "Die Wirtschaft als Abnehmer der Schulabsolventen steht zur Mitarbeit bei der Erstellung von Bildungsstandards jedenfalls gerne zur Verfügung."

Mit Einführung nationaler und zentral überprüfbarer Standards im Schulbereich werde auch die Vergleichbarkeit innerhalb einer Schulstufe weiter erhöht, was bestehende Leistungsunterschiede zwischen einzelnen Schulen mit der Zeit ausgleichen könnte, merkt Hochhauser an. Genau zu beobachten sei, dass die neuen Bildungsstandards derzeit nur zur Orientierung der Lehrer und Schüler dienen sollen und nicht zur Leistungsbeurteilung. (Ne)

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