Pflege in Wien - SP-Deutsch: "Konkrete Schritte längst eingeleitet und in Umsetzung!"

Wien (SPW-K) - "Konkrete Schritte im Pflegebereich sind längst eingeleitet und in Umsetzung: Nach Bekanntwerden von Pflegemängeln auf einer Station in einem Pavillon des Geriatriezentrums am Wienerwald wurde rasch gehandelt", reagierte heute der Sprecher der SPÖ-Fraktion der Untersuchungskommission, Gemeinderat Christian Deutsch, auf Aussagen der Grünen. "Im Gegensatz dazu hatte die grüne Gemeinderätin Dr. Sigrid Pilz nach eigener Aussage seit Herbst 2003 Kenntnis von angeblich strafrechtlich relevanten Vorkommnissen und hat die Staatsanwaltschaft nicht informiert!" ****

Pflegemängel seien nicht zu beschönigen, aber gerade die Diskussion in den letzten Monaten habe gezeigt, "wie falsch Vorverurteilungen sind", so Deutsch weiter. In den nun öffentlich vorliegenden Kontrollamtsberichten zur Pflege in Wien sei jedenfalls klar herausgekommen, dass von einem Pflegeskandal keine Rede sein könne. "Das Kontrollamt konnte Unzulänglichkeiten in der pflegerischen Betreuung von BewohnerInnen lediglich in wenigen - auf Teilbereiche beschränkte - Einzelfällen feststellen." Insgesamt komme in den Kontrollamtberichten zum Ausdruck, dass die erbrachte Pflegequalität überwiegend als sicher und angemessen beurteilt wird. "Den Hinweisen des Kontrollamtes auf bestehende Mängel wurde vom KAV unverzüglich nachgegangen, aufgetretene Unzulänglichkeiten wurden umgehend bereinigt."

Insgesamt habe es nach Bekanntwerden des Beschwerdefalles auf einer Station in einem Pavillon im Geriatriezentrum am Wienerwald sofort eine Verstärkung der Kontrollen gegeben. "7- und 8-Bett-Zimmer werden in Kürze der Vergangenheit angehören", unterstrich Deutsch. "Ein - auch in den Kontrollamtsberichten festgehaltener - Schwerpunkt sei die Vereinfachung der Führung der Pflegedokumentation: Die bisher getrennte Dokumentation von Ärzten und Pflegern soll zusammengeführt werden." Dadurch werde wertvolle Zeit für die PatientInnen gewonnen. Weiters konnte auch die Personalsituation durch Bettenabbau und weitere Aufnahme von Pflegepersonen entspannt werden. Dabei setze die Stadt konkret Maßnahmen, um den Pflegeberuf zu attraktivieren: "Von 19. bis 23. April findet eine Informationsmesse zu Pflegeberufen für SchülerInnen im Rathaus statt." Ein wichtiger und richtiger Schritt sei im Herbst 2003 auch die Einrichtung einer Pflegeombudsstelle mit Dr. Werner Vogt gewesen.

Die jetzt getroffenen Maßnahmen seien auch eine Fortsetzung eines gesamten Programms, das 1993 mit dem Plan für einen weiteren Ausbau der gesundheitlichen und sozialen Betreuung alter Menschen in Wien begonnen wurde, so Deutsch. "1995 wurde dem Gemeinderat ein Zwischenbericht und 1998 ein Maßnahmenbericht über die getroffenen Maßnahmen vorgelegt, in welchem bereits detailliert umgesetzte bzw. eingeleitet Projekte dargestellt sind." In weiterer Folge wurden Stationen und Pavillons saniert bzw. auch neue Geriatriezentren eröffnet.

Ingesamt verfüge Wien über eine hohe Qualität und hohe Standards im Gesundheitssystem: "Im Rahmen der Untersuchungskommission zur Pflege in Wien hat sich gezeigt, dass die Betreuung und Pflege von älteren und hilfsbedürftigen Menschen ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema ist und aufgrund des gesellschaftlichen Wertewandels eine grundlegende Reform erfordert. Mit der Pflegeoffensive 2010 soll diesem gesamtgesellschaftlichen Wertewandel Rechnung getragen werden", so Deutsch abschließend.

Die nächste - öffentlich zugängliche - Sitzung der Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates findet am Donnerstag, den 15. April von 10 bis 14 Uhr im Sitzungssaal im Arkadenhof des Wiener Rathauses statt. Befragt wird unter anderem der Wiener Kontrollamtsdirektor Dr. Alois List. Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission soll noch vor dem Sommer - am 30. Juni - im Gemeinderat vorliegen. (Schluss)

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