Tumpel fordert Recht auf Förderung statt Kürzungen in der Schule

In der Oberstufe zahlen Eltern 57,5 Mio Euro für Nachhilfe -trotzdem kämpft allein in HAK, HTL, Fachschulen ein Drittel der Erstklassler vergeblich um Aufstieg

Wien (AK) - "Die Regierung muss endlich etwas für den Förderunterricht in der Schule tun", verlangt AK Präsident Herbert Tumpel, "für die Eltern ist es nicht zumtbar, dass sie für den Schulerfolg ihrer Kinder immer öfter in die eigene Tasche greifen müssen." In den Oberstufenschulen zahlen die Eltern österreichweit bereits 57,5 Millionen Euro für private Nachhilfe, zeigt eine Studie für die AK - trotzdem kämpft allein in den HAK, HTL und Fachschulen jedes Jahr ein Drittel der Erstklassler nach Ostern vergeblich um den Aufstieg in die zweite Klasse. "Das ist auch eine Folge des eingefrorenen Bildungsbudgets", kritisiert Tumpel, "besonders dramatisch finde ich, dass kaum mehr Nachilfeunterricht von den Schulen selbst geleistet werden kann." Laut AK Studie gibt es Förderunterricht von der Schule nur für acht Prozent der OberstufenschülerInnen. Tumpel verlangt von der Regierung ein Recht auf Förderunterricht für alle SchülerInnen, die vor Ostern eine Frühwarnung vor einem negativen Jahresabschluss bekommen haben - und das Bildungsbudget dürfe nicht länger eingefroren bleiben: "Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft unser Jungen und des Landes. Die Regierung muss mehr dafür tun."

Dass das Bildungsbudget eingefroren ist, hat bereits zu drastischen Stundenkürzungen in den Schulen geführt, kritisiert Tumpel. Am ärgsten ist die Situation in den HAK, HTL und Fachschulen. Laut AK Erhebung bekamen voriges Jahr 4.000 Jugendliche überhaupt keinen Platz an diesen Schulen, und die, die einen Platz bekamen, müssen in vollgestopften Klassen um die Aufmerksamkeit ihrer LehrerInnen kämpfen. "Da ist es kein Wunder", so Tumpel, "dass bereits ein Drittel der Erstklassler an diesen Schulen Jahr für Jahr vergeblich um den Aufstieg in die zweite Klasse kämpft und die Schule nach einem Jahr enttäuscht verlässt." Und das, obwohl die Eltern österreichweit pro Jahr 57,5 Millionen für private Nachhilfe ausgeben müssen - weil das Bildungsbudget nur für Förderunterricht für acht Prozent der OberstufenschülerInnen reicht.

"Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Jungen und des Landes", sagt Tumpel, "dafür darf die Regierung nicht die Eltern immer tiefer in die Tasche greifen lassen." Tumpel verlangt ein Recht auf Förderunterricht für alle SchülerInnen, die vor Ostern eine Frühwarnung vor einem negativen Jahresabschluss bekommen haben - dafür müsse ein zweckgebundenes Stundenkontingent eingerichtet werden.

Gleichzeitig müssten die Lernbedingungen allgemein besser werden, verlangt Tumpel: Das Bildungsbudget darf nicht länger eingefroren bleiben, und in den Klassen sollen nicht mehr als durchschnittlich 25 Schüler sitzen müssen. Laut Berechnungen der AK Experten werden die Mehrkosten dafür allein dadurch hereingebracht, dass es durch bessere Förderung weniger Klassenwiederholungen gibt.

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