"Neues Volksblatt" Kommentar: "Kopf an Kopf" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 8. April 2004

Linz (OTS) - =

Die Quartierfrage macht Furore. Nein, nicht nur
Ferrero-Waldner und Heinz Fischer, auch Rechnungshofpräsident Franz Fiedler hätte - wäre er Bundespräsident geworden - darauf verzichtet, die Döblinger Amtsvilla zu beziehen. Er wäre "selbstverständlich" in seiner Wohnung im Wohnpark Alt-Erlaa in Wien Liesing geblieben. Dies hat der Doch-nicht-Kandidat der "Wohnpark Alterlaa Zeitung" jetzt verraten. Wie dankbar müssen wir doch dafür sein.
Fernab von vor-österlichen Enthaltsamkeitsgelübden darf daran erinnert werden, dass der ÖVP eine Kandidatur Fiedlers gar nicht so ungelegen gekommen wäre. Dies deshalb, weil von Anfang an absehbar gewesen ist, dass Ferrero gegenüber Fischer konstant zulegen werde und eine (durch Fiedlers Kandidatur so gut wie sicher gewesene) Stichwahl der ÖVP-Kandidatin noch mehr Zeit zum Auf- und Überholen gebracht hätte.
Ob sich eine Kandidatur Fiedlers tatsächlich als Erfolgsgarantie für Ferrero herausgestellt hätte, tut nichts mehr zur Sache. Faktum ist jedenfalls, dass sich im Hofburg-Rennen auch ohne Fiedler ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelt hat. Die Spannung steigt.

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