Kuntzl: Rauch-Kallat findet keine klaren Worte zur Fristenlösung

Norica Nova Teilorganisation des Cartellverbandes

Wien (SK) "Die Scham ist verständlich. Norica Nova, die Studentinnenverbindung von Rauch-Kallat, ist eine Teilorganisation der Norica, einer Verbindung des Cartellverbandes." Nach den Forderungen des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV) für ein Verbot der Fristenlösung an den Österreich-Konvent, forderte SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl die Frauenministerin - selbst Mitglied einer CV-Verbindung - auf, "sich endlich auch persönlich politisch zu äußern". Gegenüber dem Pressedienst der SPÖ sagte Kuntzl am Mittwoch: "Augenscheinlich ist die Selbstbestimmung von Frauen für die amtierende Frauenministerin Rauch-Kallat kein Thema. Die billige Argumentation die Norica Nova sei keine Verbindung des CVs sucht ihresgleichen. Auf Grund der weiblichen Mitglieder darf zwar nicht aktiv an den Gremien des CVs teilgenommen werden, dennoch ist die Norica Nova aus der Norica, einer regulären Verbindung entstanden. Rauch-Kallat ist Mitglied einer Organisation die die Fristenlösung ablehnt. Das muss festgehalten werden." ****

Auf der gemeinsamen Homepage von Norica und Norica Nova werde klar auf die untrennbare Entstehungsgeschichte hingewiesen. Auf Grundlage der Prinzipien des Österreichischen Cartellverbandes sollte die Norica Nova Studentinnen die Möglichkeit geben sich "couleurstudentisch zu engagieren". "Die Vogelstrauß-Taktik der Frauenministerin ist nicht argumentierbar. Sie ist bekennendes Mitglied des frauendiskriminierenden Cartellverbandes, auch wenn es sich lediglich um eine Verbindung zweiter Klasse handelt." Die Fristenlösung sei eine zentrale Säule der weiblichen Selbstbestimmung. "Es ist untragbar, dass sich die Frauenministerin zu diesen Vorgängen nicht persönlich äußert, sondern ihre Pressesprecherin vorschiebt."

Kuntzl hob außerdem hervor: "Nach Äußerungen der Außenministerin über ihr enges Verhältnis zum Cartellverband und den Enthüllungen rund um die Schmutzkampagne der ‚Res Publica Austria', wäre eine Stellungnahme der Präsidentschaftskandidatin zu diesem Thema mehr als angemessen. Schließlich lässt Ferrero-Waldner keine Gelegenheit aus um auf ihr Frausein hinzuweisen. Wählerinnen haben ein Recht darauf zu erfahren wie es Ferrero-Waldner mit dem Recht der Frauen auf Selbstbestimmung hält," schloss Kuntzl. (Schluss) up/mm

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