GÖD-Pressesprecher Hermann Feiner: Beamtenhatz mit unvollständigen Berechnungen ist inakzeptabel

Beamtenpensionen: Deckungsgrad ehrlich berechnet

Wien (OTS) - Die unvollständigen und teilweise irreführenden Berechnungen betreffend den Deckungsgrad von Pensionen im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis im heutigen Ö1-Mittagsjournal sind inakzeptabel.
Das ist eine Beamtenhatz, die nicht hingenommen werden kann, erklärt Hermann Feiner.

Dazu eine Klarstellung:

  • Deckungsbeitrag für Bundesbeamte/innen: 75,6 %
  • Bundeszuschuss für Beamte/innen: 24,4 % - ehrlich gerechnet

Grundlagen für die Errechnung des Deckungsbeitrages für Beamte/innen des Bundes:

  • Bundesvoranschlag 2002 - Ausgaben/Einnahmen
  • plus Deckungsbeitrag des Arbeitgebers (fiktiv, da Bund keine Arbeitsgeberbeiträge bezahlt)
  • plus 5 % Abfertigungsäquivalent
  • bereinigt um das Verhältnis Aktive/Pensionisten

Bei Berücksichtigung oben angeführter Faktoren ergibt die Berechnung des Deckungsbeitrages für Beamte in der Bundesverwaltung 75,6 %. Das ist ein annähernd gleich hoher Deckungsbeitrag wie im ASVG-Pensionssystem für unselbständig Erwerbstätige.

Zwischen dem Pensionssystem für Beamte und jenem für ASVG-Versicherte bestehen grundsätzliche Unterschiedlichkeiten:

Öffentlich-rechtliches ASVG-Pensionssystem Pensionssystem Pensionsbeiträge Dienstnehmer: Pensionsbeiträge Dienstnehmer: 12,55 % nur 10,25% Pensionsbeiträge Dienstgeber: Pensionsbeiträge Dienstgeber: 0 % 12,55% Solidarbeitrag d. kein Solidarbeitrag d. Beamtenpensionisten ASVG-Pensionisten 3,04% 0% keine Höchstbeitragsgrundlage Höchstbeitragsgrundlage Beitrags- aber auch Leistungshöhe (Euro 3.450,--) unbeschränkt Beitrags- aber auch Leistungshöhe beschränkt es gebührt keine Abfertigung es gebührt eine Abfertigung

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiedlichkeiten der beiden Systeme auf. Das führt z.B. dazu, dass, bei gleichem Einkommen, ein beamteter Manager (z.B. Sektionschef) den 3-fachen (!!!) Pensionsbeitrag zu entrichten hat wie ein privater Manager. Firmenpensionen gibt es natürlich keine.

Rückfragen & Kontakt:

GÖD-Pressesprecher Hermann Feiner
Tel.Nr. 0664/6145299

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