SJÖ fordert Vollbeschäftigung

Vollbeschäftigung muss wieder Primat der Politik werden

Wien (SK) Angesichts der stetig steigenden Arbeitslosenzahl fordert Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) erneut von der Bundesregierung effektive Maßnahmen. Gerade in Anbetracht der Jugendarbeitslosigkeit müsste die Lehrlingsausbildung endlich reformiert werden. "Um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu garantieren, müssen wir vom dualen Ausbildungssystem zum trialen umsteigen. Das sinkende Lehrstellenangebot und die steigende Anzahl der Lehrstellensuchenden zeigen deutlich, dass wir öffentliche Lehrwerkstätten benötigen", so Kollross am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Kollross wendet ein, dass solche Maßnahme auch dem Trend der Wirtschaft zu Billigarbeitskräften entgegenwirke: "Die Wirtschaft verabschiedet sich immer mehr von der Lehrlingsausbildung. Gleichzeitig steigen atypische Beschäftigungsverhältnisse sowie die Arbeitslosigkeit drastisch an. Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft bei steigendem Bruttoinlandsprodukt sich auf Kosten der Lohnabhängigen aus der Verantwortung stiehlt, denn immerhin profitieren die Unternehmen ja von ausgebildeten Fachkräften. Aus diesem Grund sollen die Unternehmen durch eine Wertschöpfungsabgabe zur Ausbildung Jugendlicher beitragen."

Kollross fordert auch die Politik auf, sich von der Vision der Vollbeschäftigung nicht zu verabschieden. "Das Motto 'Arbeit für alle' muss wieder ein Primat der Politik werden. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich zur gerechten Verteilung von Arbeit ist ein Mittel auf dem Weg dorthin. Ich gehe allerdings davon aus, das dies nicht unter dieser Bundesregierung geschehen wird, deren Motto bis dahin lediglich 'Arbeit für die eigenen Parteifreunde' war," so Kollross abschließend. (Schluss) ns/mm

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