Wiener Grüne: Wiener Drogenkoordinator irrt

Jerusalem: "Skandalöse Wartezeiten auf Therapieplätze"

Wien (Grüne) - "Das Angebot von Drogentherapien ist in Wien ausreichend. Kein Drogenkranker muss auf eine entsprechende Betreuung und Hilfe warten, schon gar nicht vier Monate," hat gestern der Wiener Drogenkoordinator Michael Dressel festgestellt., "Das ist falsch", kontert die Grüne LAbg. Susanne Jerusalem, nach einer Recherche bei jenen Therapiestationen, die für Wiener PatientInnen in Frage kommen.

So beträgt im Otto Wagner Spital, Pavillon 1, derzeit die Wartezeit für Männer fünf Monate, für Frauen drei Monate und für Paare sieben Monate In Mödling wartet man durchschnittlich 15 Wochen, abhängig davon, dass ein anderer Patient abbricht Das Kontingent im Grünen Kreis ist ebenfalls überzogen. Jerusalem: "Wenn dort niemand abbricht, geht bis Jahresende gar nichts mehr."

"Es gibt Bundesländer ohne Wartezeiten" so Jerusalem weiter. Wien müsse daher rasch Sofortmaßnahmen treffen. Es sei zwar erfreulich, dass man prinzipiell beschlossen habe, ein neues Therapiekonzept zu entwickeln, um den individuellen Bedürfnissen der PatientInnen besser entsprechen zu können, man dürfe aber nicht die Hände in den Schoß legen.

"Sucht ist eine schwere Krankheit, die PatientInnen haben wie alle anderen Kranken Anspruch auf Behandlung", stellt Jerusalem fest. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, Soforthilfe zu bieten. Man könne das Kontingent beim Grünen Kreis erhöhen, das wäre jederzeit möglich und man könnte Therapieplätze in anderen Bundesländern zukaufen. Die Fixierung auf einige wenige Therapieeinrichtungen könne nicht aufrecht erhalten werden, wenn ein Notzustand eintrete. Jerusalem abschließend: "Stadträtin Pittermann muss sofort handeln".

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