VP-Pfeiffer: Drogenkoordinator Dressel soll sich endlich um Evaluation der Drogenarbeit kümmern

Wien (VP-Klub): "Herr Dressel setzt die über ein Jahrzehnt bestandene Konsenspolitik in Drogenfragen zwischen der ÖVP-Wien und dem Drogenkoordinator aufs Spiel, wenn er das SPÖ immanente Minister-bashing mitspielt", meldet sich ÖVP-Wien Drogensprecher LAbg. Gerhard Pfeiffer zu den Aussagen Dressels in der gestrigen "Zeit im Bild 3" zu Wort.

Weder Stundenkürzungen noch weniger Lehrer seien die Ursache von Drogenproblemen bei Schülern. Die wesentlichen Ursachen, die Drogen -legale und illegale - zum Problem machen, sieht Pfeiffer in mangelnder Zuwendung, zu wenig Aufmerksamkeit der Bezugspersonen und im Trend zum Konsum anstelle von Leistung und Erfolg, der schon den Jüngsten immer stärker als Lebensziel vorgelebt wird. Auf die Frage, was der Drogenkoordinator und der Fonds Soziales Wien dagegen zu unternehmen gedenken, falle Dressler nur die Einfaltsargumentation, "die Regierung sei schuld" ein. Nicht Ministerin Gehrer, sondern Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl habe Ende letzten Jahres viele Wiener Lehrer in die Pension geschickt, da die Stadt Wien nicht bereit war, die Finanzierung von notwendigen Begleit-, Integrations-und sonstigen Unterstützungslehrer zu übernehmen.

Pfeiffer: "Das ist nun schon die zweite mit Parteischeuklappen vorgetragene Wortmeldung des Drogenkoordinators, die völlig entbehrlich war. Ich fordere ihn auf, anstelle solcher Aussagen endlich mit der noch ausständigen Evaluation der Arbeit der Drogeneinrichtungen zu beginnen. Es geht nicht an, dass die Steuerzahler mehrere Millionen Euro im Jahr für Antidrogenarbeit aufbringen müssen und niemand weiß, wie erfolgreich diese Mittel eingesetzt werden. Es gibt keine best-practice-Vergleiche, kein Benchmarking und seit über drei Jahren keinen Bericht zur Drogensituation der Stadt, aber der Herr Dressel hat die Frau Unterrichtsminister im Visier. Da liegt er falsch und sollte das ehebaldigst erkennen, andernfalls werden wir die bisher geübte Praxis des Konsens in dieser doch so wichtigen Sache verlassen. Dressel soll sich um Drogenbekämpfung kümmern und nicht parteipolitisch motiviertes Hick-Hack betreiben."

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