Frühjahrs-Aktion "Abgaskontrollen auf Wiens Straßen"

Wien (OTS) - Mit Beginn des Frühlings werden an wechselnden Standorten Wiens im Straßenverkehr jene Kraftfahrzeuge angehalten, die überhöhte Abgaswerte aufweisen. Die Aktion wird gemeinsam von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), der Landesfahrzeugprüfstelle (MA 46 - Verkehrsorganisation), der Bundesprüfanstalt und der Wiener Polizei durchgeführt. Das Projekt startete erstmals im Sommer 2003 und wird ab dem Frühjahr 2004 fortgesetzt.

In den nächsten Monaten werden auf Wiens Straßen jene Kraftfahrzeuge angehalten, die überhöhte Abgaswerte aufweisen. Die Messungen werden nicht vorangekündigt und finden an wechselnden Standorten statt. Das Projekt wird als Großversuch von der Landesfahrzeugprüfstelle (MA 46) koordiniert und der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) finanziert.

Die Abgasmessungen an den vorbeifahrenden Fahrzeugen werden mittels eines Messgerätes der Bundesprüfanstalt, des so genannten "Abgas-Radars", durchgeführt. Das Abgas-Radar kann die Emissionen am vorbeifahrenden Fahrzeug messen, ohne den Verkehr zu behindern. Diese Methode ist deshalb sinnvoll, weil nur ein sehr geringer Anteil des Fahrzeugparks unzulässige Abgaswerte aufweist und eine Stichprobenkontrolle ohne Vorselektion zu aufwändig wäre.

Hintergrund der Aktion: Der Kraftfahrzeugverkehr zählt zu den größten Schadstoff-Verursachern. Erste Messungen mit dem "Abgas-Radar" vor wenigen Jahren haben gezeigt, dass nur ca. 5 % der Kraftfahrzeuge für insgesamt fast die Hälfte aller Schadstoffemissionen (Feinstaub, NO2, Rußpartikel u.a.) verantwortlich sind.

Fahrzeuge, die überhöhte Abgaswerte aufweisen, werden von der Polizei angehalten und von der MA 46 Landesfahrzeugprüfstelle gemäß Paragraf 58 ("Pickerl-Überprüfung an Ort und Stelle") genauestens überprüft. Die Lenkerinnen und Lenker von Fahrzeugen mit überhöhten Abgaswerten werden angewiesen, ihr Fahrzeug reparieren und danach nochmals von der Prüfstelle überprüfen zu lassen. Durch die genauen Kontrollen der MA 46 werden auch andere Fahrzeugmängel (z. B. abgefahrene Reifen, gebrochene Federn etc.) festgestellt. Die Kontrollen leisten somit auch einen Beitrag zur Verkehrs- und Betriebssicherheit insgesamt.

Mit dieser Aktion soll insbesondere an die Paragraf 57a berechtigten Werkstätten appelliert werden, bei der Pickerl-Überprüfung die Abgasmessung besonders gewissenhaft durchzuführen. Diesen Betrieben kann in krassen Fällen sogar die Berechtigung, die Paragraf 57a Überprüfung durchführen zu dürfen, entzogen werden.

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MA 46 - Verkehrsorganisation
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