Brosz: SPÖ-Bildungsvorschläge als Gesamtkonzept untauglich

Mischung aus interessanten Vorschlägen und merkwürdiger Ideen aus dem Elfenbeinturm

OTS (Wien) - "Die SPÖ hat ein Talent, interessante Vorschläge mit merkwürdigen Ideen aus dem Elfenbeinturm zu vermischen. Übrig bleiben in der öffentlichern Wahrnehmung meist die Merkwürdigkeiten. Eine notwendige und sinnvolle Reformdiskussion wird durch dieses taktische Unvermögen leider erschwert", reagiert der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz auf die SP-Bildungsreformvorschläge im Verfassungskonvent.

Selbstverständlich sei eine Demokratisierung der SchulleiterInnenbestellung dringend notwendig, wie die Grünen sie seit Jahren fordern. "Wir gehen jedoch weiter: SchulleiterInnen sollen auf Zeit an den Schulen gewählt werden. Erst wenn diese Demokratisierung sicher gestellt ist, sollen die Personalkompetenzen ausgeweitet werden. Denn bis heute ist das Parteibuch noch immer der wichtigste Faktor bei Personalbestellungen. Auch die SPÖ hat in ihren Einflussbereichen bislang herzlich wenig für eine Veränderung getan", so Brosz.

Unter die Kategorie Merkwürdigkeiten falle die Wahl des Bildungsrates und die Mindestgröße von 300 SchülerInnen für eine Verwaltungseinheit. "Parallel zu den Landtagswahlen ein Bildungsrat zu wählen, setzt eine ausreichende Information der Bevölkerung voraus. BewerberInnen müssten wohl mit privaten Geldmitteln einen Wahlkampf führen. Wie soll das funktionieren?", so Brosz.

Für Brosz ist zudem nicht nachvollziehbar, weshalb mehr als 90 Prozent, der österreichischen Schulen (weniger als 300 SchülerInnen) zu klein für eine sinnvolle Verwaltung seien. "Eine Diskussion darüber, Kleinstschulen organisatorisch zu vernetzen, ist sinnvoll, aber wohl für eine zehnklassige Schule nicht notwendig", schließt Brosz.

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