Darabos: Künstliche Aufregung Lopatkas um Amtswohnung entbehrlich

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos hält die künstliche Aufregung von ÖVP-Generalsekretär Lopatka über die Amtswohnung des Bundespräsidenten für entbehrlich. Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer habe bereits mehrmals unmissverständlich erklärt, dass er auf die Amtsvilla in Döbling ebenso verzichten werde wie auf die Sommerresidenz in Mürzsteg und eine eventuelle Dienstwohnung in der Hofburg. Fischer werde in seiner Privatwohnung im 8. Wiener Gemeindebezirk bleiben. Im Gegensatz dazu habe Ferrero-Waldner laut Medien-Berichten ("Der Standard" vom 6.4.) intern bereits ihr Interesse an einer Adaption der in unmittelbarer Nähe zur Präsidentschaftskanzlei befindlichen Räume signalisiert. ****

Das Hochspielen dieses Themas durch die ÖVP ist für Darabos auch insofern unverständlich, als Änderungen bei der Amtswohnung dem Nationalrat obliegen und nicht einem Bundespräsidentschaftskandidaten oder dem Bundespräsidenten selbst.

Für Darabos wird durch diese "künstliche Aufregung" Lopatkas um die Amtswohnung eine "gewisse Nervosität" in der ÖVP deutlich, die sich auch ständig im untergriffigen Wahlkampfstil der ÖVP äußere. "Ich appelliere nochmals an die ÖVP, endlich von diesen unwürdigen Wahlkampfmethoden Abstand zu nehmen, um dem Amt des Bundespräsidenten nicht nachhaltigen Schaden zuzufügen", sagte Darabos am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Völlig verfehlt sind aus Sicht von Darabos auch die ständigen Versuche von Lopatka, Heinz Fischer den Mantel des Schweigers, umzuhängen. "Tatsache ist, dass Heinz Fischer in allen politisch relevanten Fragen eine klare Position vertritt, während Ferrero-Waldner etwa in Sachen Neutralität, Nato und Beistandspflicht einen Zick-Zack-Kurs fährt und generell inhaltlichen Konfrontationen mit Heinz Fischer ausweicht."

In diesem Zusammenhang will Darabos von der ÖVP-Kandidatin auch wissen, was sie vom Cartellverband gestern geforderten Abtreibungsverbot hält? Schließlich stehe Ferrero in einem offensichtlichen Naheverhältnis zum Cartellverband, verweist Darabos auf die von der Res Publica Austria (dahinter steckt der Damen-CV "Norica Nova") geschaltenen Schmutzkübel-Inserate gegen Heinz Fischer. Und Ferrero habe in der mkv-Zeitschrift "coleur" gemeint:
"Ich weiß, auf Coleurstudenten kann ich mich in jeder Lage hundertprozentig verlassen." Außerdem habe Ferrero am 23. Februar am CV-Ball in den Redoutensälen der Hofburg teilgenommen. "Angesichts dieser Verbindungen wäre es interessant, was Ferrero-Waldner von der CV-Forderung nach einem Abtreibungsverbot hält", sagte Darabos. (Schluss) se

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