Tumpel: Neuerliche Rekordarbeitslosigkeit - die Lage ist dramatisch

Im März sind um 20 Prozent mehr Personen arbeitslos geworden als im Vorjahr - 310.852 Menschen suchen Arbeit

Wien (AK) - Im März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich mit insgesamt 310.852 Arbeitsuchenden erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Besorgt zeigt sich AK Präsident Herbert Tumpel, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit steiler ist als noch im Vormonat: Nach 2,5 Prozent im Februar ist die Arbeitslosigkeit im März um 5,5 Prozent gestiegen. Außerdem sind im März 2004 um knapp 20 Prozent mehr Personen arbeitslos geworden als im März 2003. "Dieser Anstieg und der traurige Höchststand von mehr als 310.000 Arbeitsuchenden im März zeigen, dass von einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt noch lange keine Rede sein kann", sagt Tumpel. Angesichts von mehr als 40.000 Jugendlichen, die im März ohne Arbeit waren, verlangt Tumpel von der Regierung ein 100-Millionen-Euro-Bildungspaket für die Jungen und eine Steuerreform, die die kleinen und mittleren Einkommen entlastet und so wirklich Arbeit schafft. ****

Nach wie vor sind die Jüngeren besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Tumpel: "Die Arbeitslosigkeit der Unter-Zwanzig-Jährigen ist seit 2000 um über 60 Prozent gestiegen - und die Regierung tut viel zu wenig dagegen." 40.263 Jugendliche waren im März ohne Arbeit - trotz aller Sonderprogramme und Ausbildungsgarantien des Wirtschaftsministers noch einmal um 1.000 mehr als im Vorjahr. Für Wien ist es der AK gelungen eine Aufstockung des Auffangnetzes für die Jugendausbildung um 1.000 Plätze zu erreichen - aber österreichweit hat es Minister Bartenstein verabsäumt, eine ähnliche Maßnahme zu starten, kritisiert Tumpel.

100-Millionen-Euro-Zukunftspaket für die Jungen
Für die Jungen verlangt der AK Präsident ein 100-Millionen-Euro-Zukunftspaket: Tumpel will endlich mehr Lehrstellen in Zukunftsberufen, jetzt 7.000 sichere Plätze im Auffangnetz zur Jugendausbildung, die Förderung von Ausbildungsverbünden und 4.000 zusätzliche Plätze an den berufsbildenden Schulen. "Regierung und Wirtschaft müssen mehr für die Ausbildung der Jungen tun", verlangt Tumpel, "Bildung ist der Schlüssel für gute Chancen im Beruf. Die Jungen brauchen diese Chance, um am Arbeitsmarkt bestehen zu können."

Arbeit schaffen muss Vorrang haben
"Arbeitslosigkeit wird in Österreich für immer mehr Menschen zur traurigen Realität", sagt Tumpel. Er verlangt daher von der Regierung eine Steuerreform, die wirklich Arbeit schafft. Eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen um zwei Milliarden Euro würde, zusammen mit einer Milliarde zusätzlich für die Infrastruktur, rasch 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Tumpel: "Diese Arbeitsplätze brauchen wir angesichts der dramtischen Lage auf dem Arbeitsmarkt ganz dringend."

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